Laut der Studie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2012/2013“ vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU), die auf einer Marktumfrage im Zeitraum Dezember 2012 bis Januar 2013 basiert, soll der Umsatz der Unternehmensberatungsbranche in Deutschland 2013 um knapp 7 Prozent steigen. Von der weltweiten Wirtschaftskrise scheint man im Consultingmarkt also nichts zu spüren. Woher kommt dieser Optimismus?

Stärkerer Bedarf an Beratungsleistung

Im von der Krise stark betroffenen Finanzsektor nimmt die Nachfrage nach Unternehmensberatung um 7,2% zu. Dies ist vor allem durch stärkere Restriktionen und Anforderungen vonseiten der Politik bedingt. Auch der Wunsch der Kunden nach weitreichender Digitalisierung, in der Finanzdienstleister anderen Branchen hinterherhinken, ist ausschlaggebend.
Nur im verarbeitenden Gewerbe ist das prognostizierte Nachfrageplus noch höher. Besonders der Maschinenbau ist betroffen, hier wird ein Plus von 9,2 Prozent erwartet. Verantwortlich hierfür sollen die verschärfte globale Konkurrenzsituation, Expansionen mittelständischer Unternehmen ins Ausland und nicht zuletzt die stärkere Nachfrage nach energieeffizienten Produktionen aus Kosteneinsparungs- und Imagegründen sein.

Personalerweiterungen

Die positive Stimmung in der Branche Unternehmensberatung zeigt sich auch durch geplante Personalaufstockungen. Der Consultingmarkt in Deutschland zählte 2012 bereits 95.000 Unternehmensberater, Tendenz steigend. Vor allem große Consultinggesellschaften, deren Umsatz über 10 Mio. Euro liegt, rechnen für 2013 mit einer Erweiterung ihres Beraterstammes. Kein Wunder, denn das erwartete Umsatzplus für 2013 beträgt knapp 7 Prozent, was bei einem Umsatz von 22,3 Mio. Euro im Vorjahr eine Zunahme um knapp 1,6 Mio. Euro bedeuten würde.

Fusionen

„Wer als Consultant seine Klienten weltweit unterstützen will, muss oft wachsen, um global präsent sein zu können.“, so BDU-Präsident Antonio Schieder. Ein Großteil der Studienteilnehmer erwartet sich eine Zunahme der Fusionen zwischen Unternehmensberatungsgesellschaften. Als Gründe hierfür nennt Schieder Kosteneinsparungen und Synergieeffekte.

Unternehmensberater dürfen also getrost in die Zukunft blicken – der Markt scheint noch viel für sie bereitzuhalten.