Aussaat, Pflege und Ernte nach den Mondphasen versprechen bessere Erträge und gesündere Pflanzen. Auch wenn es etwas seltsam klinge mag: Einen Versuch ist es wert.

An Ebbe und Flut können wir die Wirkung des Mondes ganz deutlich beobachten. Er bewegt aber nicht nur die Weltmeere – sein Einfluss erstreckt sich auf alles Flüssige. So steigen und fallen auch die Pflanzensäfte mit den Mondphasen. Das kann sich der Gärtner zunutze machen.

Die Wirkung auf das Pflanzenwachstum

Der zunehmende Mond ist die Zeit des Aufbaus und des Wachstums. Die Mond – Kräfte wirken auf alles, was der Erde liegt. Bei zunehmendem Mond sollten Pflanzen gesetzt oder gesät werden, welche oberirdisch wachsen. Kann man vom Mond schon mehr als die Hälfte sehen ist die beste Erntezeit für Samen oder Früchte. Aufsteigende Säfte sorgen bei Obst und Gemüse für mehr Aroma.
Ein anderes Beispiel Weihnachtstannen sollen ihre Nadeln besonders lange behalten, wenn sie am dritten Tag vor dem elften im November, geschlagen werden. Früher gab der Förster solchen Bäumen einen „Mondstempel“.

Kräftewechsel zum Vollmond
Bei Vollmond findet der Richtungswechsel der Mondimpulse statt: Die aufsteigenden Kräfte haben ihren Höhepunkt erreicht und bauen sich nun wieder ab. Die Pflanzensäfte werden mehr und mehr nach unten gezogen, das fördert die Wurzelbildung. Bei abnehmendem Mond sollte Gemüse gepflanzt werden, welches unter der Erde wächst, denn da gedeiht es sehr gut. Ausnahmen: Alles, was einen schönen Kopf bilden soll, etwa Salat oder Rotkohl, kann auch bei abnehmendem Mond gesät oder gesetzt werden – es „schießt“ dann nicht so schnell. Dünger- oder Kompostabgaben wirken jetzt besonders gut. Außerdem ist diese Mondkonstellation die Zeit, um Unkraut zu jäten oder Ungeziefer zu bekämpfen.
An Neumond oder kurz davor ist der richtige Moment, um Bäume oder Pflanzen zu schneiden. Sie „bluten“ dann angeblich nicht so stark – das heißt, es tritt weniger Saft aus.
Noch genauer können Sie mit dem Mond gärtnern, wenn Sie seinen Stand in den verschiedenen Tierkreiszeichen berücksichtigen. Angaben dazu finden Sie in speziellen Mondkalendern.