Viele Menschen trinken jeden Tag alkoholische Getränke, obwohl bekannt ist, dass Alkohol ein bewusstseinsveränderndes Rauschmittel ist, von dem die Gefahr einer Abhängigkeit ausgeht.
Wen es treffen kann, ist im Vorfeld nicht zu sagen und hängt auch nicht von der gesellschaftlichen oder sozialen Stellung ab. Jeder, der Alkohol konsumiert, muss mit dem Risiko leben, vom Alkohol abhängig zu werden.

Wen kann die Alkoholsucht treffen?

Als Alkoholiker werden in unserer Gesellschaft meist nur Menschen angesehen, die im sozialen Abseits leben und den ganzen Tag alkoholische Getränke trinken. In Wahrheit leben aber viele Betroffene der Alkoholkrankheit in relativ sozial geordneten Verhältnissen, haben Familie und gehen einer geregelten Arbeit nach.

Die Alkoholsucht ist eine sich einschleichende Erkrankung, was es den Betroffenen selbst so schwer macht, sich einzugestehen, dass sie zu viel Alkohol konsumieren oder bereits abhängig vom Alkohol sind. Durch den hohen Stellenwert vom Alkohol in unserer Gesellschaft, fallen Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum auch nicht immer sofort auf, solange sie ihren gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtungen noch nachkommen können. Ein weiteres Merkmal ist, wenn in der Familie oder dem Freundeskreis der erhöhte Alkoholkonsum anderen Menschen gegenüber verharmlost oder gar verschwiegen wird.

Hilfe bei einer Alkoholkrankheit

Das Hilfsangebot für alkoholkranke Menschen ist sehr breit. Es fängt bei den normalen Hausärzten an, geht über Fachärzte, die sich mit der Alkoholkrankheit auskennen, bis hin zu stationären Therapieangeboten, wo die Grundlagen für ein alkoholfreies Leben vermittelt werden. Auch ambulante Therapien oder Gespräche mit Psychologen beziehungsweise Therapeuten, helfen, wenn sich Betroffene der Alkoholkrankheit eine dauerhafte Nüchternheit erarbeiten möchten.

Eine weitere Hilfe ist die Selbsthilfe

Hier geht es um den Erfahrungsaustausch, wo sich trockene Alkoholiker gegenseitig mit ihren eigenen Erfahrungen helfen. Wenn die Bereitschaft besteht, aus den Erfahrungen von schon länger trocken lebenden Alkoholikern lernen zu wollen, können Risiken, die zu einem Rückfall führen können, vermieden werden. Neben den vielen realen Selbsthilfegruppen, gibt es auch Selbsthilfegruppen im Internet, wo man sich regelmäßig austauschen kann.

Es ist keine Schande alkoholkrank zu sein, wenn man bereit ist, etwas dagegen zu tun.