So tappen Sie nicht in die Mietfalle

Vor der Zusage möglichst die Vormieter befragen
Sind die bisherigen Mieter der Wohnung noch nicht ausgezogen, sollten Interessenten nach folgenden Punkten fragen:
- Was sind die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der Wohnung?
- Warum ziehen die Mieter aus?
- Sind die Nachbarn kinderfreundlich oder- feindlich?
- Wie hoch waren beim Vormieter die Nebenkosten/ Quadratmeter?
Achtung! Oft stufen Vermieter die Höhe der Nebenkosten geringer ein, weil so die Gesamtmiete günstig erscheint. Am Jahresende erwartet den Mieter dann eine saftige Nachzahlung. Am besten, man fragt Vermieter und Vormieter, wie sich die Gesamtmiete zusammensetzt. Faustregel: 2,50 € pro Quadratmeter sind für Neben- und Heizkosten üblich.

Übergabe am besten nur mit Zeugen machen!
Die Wohnung sollte in Anwesenheit des Vermieters/Verwalters übergeben werden – der Neumieter kann auch einen Zeugen mitbringen. Ein Übergabeprotokoll ist Pflicht – zur Sicherheit für den Mieter. Darin werden Ausstattung (z.B. Einbauküche, Teppichböden) bund Mängel festgehalten. Wichtig! Am Ende unterschreiben Mieter und Vermieter das Protokoll, jeder erhält ein Exemplar.

Auch bei der Wohnungsgröße wird geschummelt
Bei der Größenangabe der Wohnung tricksen Vermieter gern und geben im Mietvertrag mehr Quadratmeter an, als die Wohnung tatsächlich hat. Tipp: die exakte Wohnungsgröße nachmessen. Ein Zollstock reicht aus, um schnell festzustellen, ob die angegebenen Quadratmeter stimmen.

Mängel und Schäden unbedingt protokollieren!
Zunächst: Die Wohnung muss renoviert und gereinigt übergeben werden, weil der Mieter sonst eventuelle Mängel nicht feststellen kann. Dann: Bei der Besichtigung beziehungsweise bevor das Übernahmeprotokoll unterschrieben wird, sollten Mieter darauf achten, dass…
- Fenster, Zimmertüren sowie die Wohnungstür richtig schließen;
- Schlüssel vollständig ausgehändigt werden (Stückzahl im Protokoll festhalten);
- Jalousien und Rolläden funktionieren (herunterfahren, Motor und Lamellenfunktion kontrollieren);
- Teppichböden ohne Flecke oder Brandstellen sind, Fliesen unbeschädigt und Laminat oder Parkett keine Kratzer aufweisen – falls doch: im Protokoll vermerken;
- Lichtschalter, Steckdosen und Telefondosen unbeschädigt sind. Sind keine Lampen vorhanden sollte im Protokoll stehen, dass de Funktion nicht geprüft werden konnte;
- Dübellöcher, Wand- und Deckenschäden protokolliert werden;
- Einbauschränke, Tischplatten und Geräte wie Kühlschrank, Herd, Backofen und Geschirrspüler unbeschädigt sind und funktionieren;
- Backbleche oder Innenleuchten vollständig sind und funktionieren;
- Waschbecken und Toilette keine Risse oder Kantenschäden haben, die Badewanne keine Emaillebeschädigungen aufweist, die Türen der Duschkabine funktionieren;
- Badarmaturen und Duschköpfe vollständig und unbeschädigt und die Abflüsse nicht verstopft sind;
- Wände und Fliesen keine selbstklebenden Haken oder Löcher vom Vormieter aufweisen.

Wie viel Kaution kann der Vermieter verlangen?
Laut Gesetz kann der Vermieter maximal drei Kaltmieten fordern, eine zusätzliche Bürgschaft ist unzulässig. Die Kaution darf der Mieter in Raten zahlen. Ist ein Makler eingeschaltet, darf der maximal zwei Kaltmieten (zzgl. MwSt.) als Provision verlangen.