Bei Hitze brauchen die Pflanzen einen Extra – Schluck. Doch gehen Sie sparsam mit Wasser um

„Klotzen statt kleckern“, lautet die Formel für richtiges Gießen. Was zunächst nach Verschwendung klingt, spart letztlich Wasser. Es reicht ein- oder zweimal die Woche wässern, aber dann auch gleich 10 bis 20 Quadratmeter, welche man in mehrere Portionen aufteilen sollte. So dringt das Wasser tief in den Boden ein, und es verdunstet weniger an der Erdoberfläche. Außerdem entwickeln die Pflanzen so tiefere Wurzeln – das hilft ihnen, auch Trockenperioden zu überstehen. Der ideale Zeitpunkt zum Gießen ist am kühlen Morgen. Boden und Pflanzen sind dann noch nicht aufgeheizt, auch das mindert die Verdunstung.
Wichtig: Die Pflanzen immer von unten gießen. Damit das Wasser direkt an den Wurzeln landet und nicht an den Blättern abläuft, sollten Sie einen Gießrand formen. Das ist eine Art kleiner Damm rund um den Stiel. Gut für besonders durstige Pflanzen wie Gurken oder Tomaten: ein Tontopf mit Loch im Boden, den Sie schräg neben der Pflanze eingraben und mit Wasser füllen.

Guter Boden speichert Wasser
Oberflächiges Hacken oder Mulchen sorgt dafür, dass Feuchtigkeit im Boden bleibt. „Die grob krümmelige Oberfläche wirkt dann wie eine Art Dampfsperre. Auch die Bodenart entscheidet für seine Speicherfähigkeit: Sand leitet Wasser rasch ab, Ton hält große Mengen über lange Zeit. Damit das kostbare Nass nicht zu schnell versickert oder die Wurzeln bei Staunässe nicht faulen, sollten Sie der Erde entweder Ton oder Sand beimengen. Auch Humus hält Feuchtigkeit im Boden: mit Kompost oder Gründünger anreichern.

Ausnahmen für Kästen und Kübel
Topf- und Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse können auf keinen Speicher zugreifen. Hier gießen Sie nach Bedarf, die Erde sollte immer leicht feucht sein. Besonders Durstige wie etwa Engelstrompeten brauchen bei Hitze mehrmals täglich einen Schluck. Grundsätzlich gilt auch für Grün im Topf: morgen von unten gießen.