Ungeachtet der zu lösenden Aufgaben ist für das Team die Frage entscheidend, wie die Zufriedenheit der Teammitglieder sichergestellt und die Effizienz der Teamarbeit erhöht werden kann. Ein Baustein für die organisatorische Entwicklung des Teams ist die Einführung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) als Kommunikationsmodell in der Gruppe. Ausgangspunkt der Betrachtung ist eine neue Aufgabe oder eine Veränderung, die auf die lernenden Einzelpersonen zunächst bedrohlich wirkt und zu unterschiedlichen Gefühlsäußerungen auch innerhalb einer Gruppe führen kann. Daher werden drei Faktoren ausgemacht, die als Eckpunkte eines Dreiecks in ihrer Bedeutung und in der Interaktion mit der umschließenden Umwelt ausbalanciert werden:

  • Individuum des Lernenden (Ich)
  • die Gruppe (Wir)
  • die Einführung der Software (Thema)

Das Team wird mit wichtigen Grundregeln der Kommunikation vertraut gemacht. So ist jedes Teammitglied (Chairperson) für sich verantwortlich und muss sich selbst leiten. Probleme und Störungen sind vorrangig und zu thematisieren. Trotz Unterschiedlichkeit des multiprofessionellen Teams wird zu ergebnisorientierter Zusammenarbeit angehalten. Es werden Konfliktfähigkeit, Toleranz, Selbstwahrnehmung und -reflexion gefördert, um das Wissen zielorientiert einzubringen. Schulungen in dieser Kommunikationsstrategie sollten im Rahmen der Organisationsentwicklung für alle betroffenen Teammitglieder obligatorisch sein.
Als Ermittlungsmethoden der Gruppenarbeitsqualität werden das Blitzlicht (Ermittlung des augenblicklichen Stimmungszustandes), das Stimmungsbarometer (Anbringen von Klebepunkten auf ein Koordinatenkreuz mit der Abszisse „Spaß“ und Ordinate „Leistung“) und Fragebögen zur Befindlichkeit und Teamentwicklung eingesetzt.

Teamgruppen werden mitunter kritisch von Außenstehenden beäugt. Außenstehende werden durch die externe Kommunikation regelmäßig über die Arbeitsergebnisse (erreichte Meilensteine) informiert. Im Rahmen der TZI sollen die Teammitglieder in dem, was sie der Umwelt z.B. in der informellen Kommunikation mitteilen, geschult werden. Als Methoden und Möglichkeiten der externen Kommunikation eignen sich z.B. Abschlusskonferenzen, Verbreitungslisten, Schwarzes Brett, Presseartikel, Poster-Präsentationen, informelle Kommunikationsmöglichkeiten, Newsletter. Die Stimmung in der Belegschaft wird dabei mit geeigneten Methoden der Befragung und Beobachtung zum Schutz des Teams und Reflexion der Teamarbeit gemessen.