Träume ich oder werde ich wirklich gerade unter freiem Himmel in lauer Luft massiert? Sanft streicht jemand über meine Wirbelsäule, drückt meine Fußsohlen. Ich atme den berauschenden Duft der Orchideen ein und öffne die Augen. Ja, es ist wahr. Ich liege unter Palmen. Vor mir gluckst das badewannenwarme Wasser der Andamanensee an den weiß blitzenden Pudersand. Über mir lächelt meine einheimische Masseurin, die jedem für umgerechnet fünf Euro ein ganz neues Körperteil beschert. „Thai-Massage ist fertig“, sagt sie auf Englisch. „Sie sind frisch wie ein Baby.“
So fühle ich mich auch, hier auf der Insel Phuket. Sie liegt im Südwesten Thailands und ist die größte des Königreichs – mit ihren 543 Quadratkilometern.

Doch genug entspannt, denn es gibt so viel zu entdecken: prachtvolle Tempel (vor allem in der Hauptstadt der Insel: Phuket), üppigen Regenwald und zauberhafte kleine Buchten. Wer Trubel sucht, sollte nach Patong fahren. Strände, wo nur die Kokosnussverkäufer und das Rauschen des Wassers die Ruhe stören, gibt es bei Bang Tao und Nai Harn. Wo wir auch hinkommen: Wir sind berauscht von Farben und Düften. Dazu das Wetter: rund 28 Grad warm und trocken.
Am nächsten Tag bringt uns ein Holzboot in rund 45 Minuten nach Ko Phi Phi. Das winzige Fels-Eiland zählt zu den schönsten der Welt. Wir bleiben nicht an der rummeligen Anlegestelle Tonsai Bay, tuckern weiter in die nächste herrliche Bucht. Abends lassen wir uns in Krabi auf dem Festland absetzen. Steil ragen hier Kalksteinwände wie Türme in den rosa Abendhimmel. Und eine freundliche Thailänderin serviert uns lecker gegrillte Scampi direkt am Strand – für rund 3 Euro! Sie strahlt uns fröhlich an. Ganz klar: Hier sind wir wirklich im Land des Lächelns.

Tempeltraum: Kirche auf Thailändisch: Fast jedes kleine Dorf hat seinen eigenen Wat (Tempel). Der Benchamabophit in Bangkok aus italienischem Marmor gilt als einer der prachtvollsten.
Feierfreude: Das ganze Jahr über finden in Thailand Feste statt, die durch ihre Farbenpracht verzaubern. Der traditionelle Maskentanz „Khon“ geht auf Tempelrituale zurück. Die Tänzer trainieren Gestik und Mimik von Kindheit an.
Elefantenland: Auf der Landkarte gleicht Thailand einem Elefantenkopf mit Rüssel. Die Dickhäuter gibt es auch in natura: Auf Elefantenrücken kann man bequem unwegsame Gegenden entdecken.