Je höher die Zinsen für das Tagesgeld sind, desto eher besteht für den Anleger die Wahrscheinlichkeit, dass für die Zinseinkünfte die Kapitalertragsteuer fällig wird, die zurzeit noch bei 30 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag liegt. Diese Steuer wird fällig für alle Zinserträge die über den Sparerfreibetrag hinaus erwirtschaftet werden. Hat der Sparer seiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilt, dann wird die Bank bis zur Höhe des Auftrages keine Steuern an das Finanzamt abführen. Der maximale Freistellungsbetrag liegt bei 801 Euro für Unverheiratete und setzt sich aus 750 Euro Sparerfreibetrag und 51 Euro Werbungskostenpauschale zusammen. Für Ehepaare, die sich steuerlich gemeinsam veranlagen lassen, ist der Betrag doppelt so hoch. Diese Beträge können nach Gutdünken der Anleger auf mehrere Banken und Kreditinstitute aufgeteilt werden.
Liegt der Bank, die das Tagesgeldkonto führt, kein Freistellungsauftrag vor, behält die Bank 30 Prozent Zinsabschlagsteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag ein. Über die Steuererklärung am Jahresende rechnet dann das Finanzamt die Zinserträge zum individuellen Steuersatz ab.
Wer höhere Geldbeträge anlegen möchte und die Zinsabschlagsteuer umgehen will, der kann einen Teil des Vermögens auf die Kinder übertragen, denn auch denen steht von Geburt an ein Freibetrag zu.

Auch hier gibt es ab Januar 2009 mit Einführung der Abgeltungssteuer neue Regelungen, über die sich jeder Sparer bereits im Vorfeld informieren und Anlageentscheidungen unter diesem Aspekt überdenken sollte. Für Anleger, deren persönlicher Steuersatz heute bereits über 25 Prozent liegt, ist die Abgeltungssteuer ein Vorteil, da dann weniger Steuern zu zahlen sind.

Anleger, die neben Tagesgeld auch Anlagen in Aktien haben, müssen damit rechnen, in Zukunft höher besteuert zu werden, da auch die Kursgewinne grundsätzlich besteuert werden.