Über den Sparerfreibetrag sind die Beträge definiert, bis zu denen Einkünfte aus Zinsen und Dividenden in jedem Jahr steuerfrei sind. Die Freibeträge sind keine feste Größe und ändern sich von Zeit zu Zeit, meist zu Ungunsten der Sparer. Seit Januar 2007 gilt für Einzelpersonen ein Sparerfreibetrag von 750 Euro und für Ehepaare von 1.500 Euro. Der Sparerfreibetrag wurde damit seit 2004 um mehr als die Hälfte reduziert. Das bedeutet für den Sparer, dass viel weniger seines Vermögens vor Steuern geschützt ist. Der Anleger kann den Sparerfreibetrag auf mehrere Banken, bei denen er Spareinlagen unterhält, verteilen. Dabei muss aber beachtet werden, dass in der Summe der Gesamtbetrag nicht überschritten wird.
Dazu ist der Bank ein entsprechender Freistellungsauftrag zu erteilen. Die Aufteilung der Freistellungsaufträge sollte so erfolgen, dass dort, wo der höchste Zinsanteil entsteht, auch der Großteil des Freibetrages zugeordnet wird. Übersteigen die Zinserträge aber grundsätzlich die Freibeträge, ist es auch nicht von Bedeutung, welche Freibeträge wo zugeordnet sind. Es sind auf jeden Fall Steuern abzuführen.
Versäumt es der Anleger einen Freistellungsauftrag zu erteilen, werden die Zinserträge automatisch besteuert, dann hat der Sparer immer noch die Möglichkeit sich die zu viel gezahlten Steuern über die Jahressteuererklärung zurückzuholen.

Wer sehr niedriges Einkommen nachweisen kann, der hat die Möglichkeit beim Finanzamt eine Bescheinigung zur Nichtveranlagung zu beantragen. Wird diese der Bank vorgelegt, können Zinsen und auch Dividenden auch über den Freibetrag hinaus vereinnahmt werden, ohne das dafür Steuern zu zahlen sind.

Mit Einführung der Abgeltungssteuer ab Januar 2009 wird der Sparerfreibetrag durch den Sparerpauschbetrag ersetzt. Es ändert sich aber nur der Name, nicht der Betrag.