Die freie Mitarbeit ist für viele Menschen interessant, da sie hier zwar selbstständig tätig sein können, dennoch aber meist für einen gewissen Zeitraum ein festes Einkommen zumindest von diesem einen Vertragspartner haben. Eine freie Mitarbeit erstreckt sich über eine festgelegte Zeitdauer oder wird für die Bearbeitung eines bestimmten Projekts abgeschlossen.

Vertragliche Regelungen

Wer sich für eine freie Mitarbeit interessiert, sollte unbedingt auf einen hieb- und stichfesten Vertrag achten. Dieser sollte schon den richtigen Titel haben. Ein „Freier Mitarbeitervertrag“ ist die beste Wahl, keinesfalls darf als Titel „Arbeitsvertrag“ gewählt werden. Auch die Benennung als „Honorarvertrag“ oder „Werkvertrag“ ist rechtlich ohne Bedenken zu verwenden.
Das Problem ist, dass gerade freien Mitarbeitern rasch eine Scheinselbstständigkeit unterstellt wird. Bei einer Überprüfung werden natürlich auch die Formulierungen im Vertrag herangezogen. Wenn diese eher auf eine Angestelltentätigkeit hindeuten, wird kaum gegen den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit entschieden – mit allen rechtlichen Konsequenzen.
Dass ein Honorar vereinbart wird, ist klar. Allerdings sollte dieses nicht in festgelegten Raten gezahlt werden, sondern abhängig vom Projekterfolg oder am Ende der Zusammenarbeit. Teilrechnungen können natürlich gestellt werden. Wichtig ist, dass der freie Mitarbeiter überhaupt eine korrekte Rechnung ausstellt. Für Ausfallzeiten, wenn der freie Mitarbeiter krank oder im Urlaub ist, werden keine Honorare gezahlt.
Vertraglich sollte der Gegenstand der Zusammenarbeit geregelt sein, das heißt, das zu bearbeitende Projekt sollte benannt werden. Im Grunde ist der Vertrag über eine freie Mitarbeit mit einem normalen Vertrag zwischen Freiberufler oder Selbstständigen und Auftraggeber zu vergleichen.
Wichtig: Ein freier Mitarbeiter muss immer darauf achten, auch weitere Auftraggeber zu haben, weil sich ansonsten ein typisches Arbeitgeber-Angestellten-Verhältnis vermuten lässt.

Innerhalb des Unternehmens zu beachten

Ein freier Mitarbeiter darf nicht weisungsgebunden arbeiten. Schon im Vertrag zwischen Auftraggeber und freiem Mitarbeiter sollte erwähnt werden, dass der Auftraggeber keinerlei Weisungsbefugnis hat. Eine weisungsgebundene Tätigkeit würde wiederum auf eine Scheinselbstständigkeit schließen lassen.
Ein freier Mitarbeiter muss berechtigt sein, sich seine Urlaubs- und Arbeitszeiten frei einzuteilen. Allerdings kann es erforderlich sein, dass er an Projektbesprechungen zu festgelegten Terminen erscheinen muss, wenn er beispielsweise Bericht über den Projektfortschritt ablegen soll. Auch können regelmäßige Zwischenberichte gefordert werden. Das gilt vor allem dann, wenn an einem Projekt weitere Personen beteiligt sind und deren Arbeit auf der des freien Mitarbeiters aufbaut.
Auch wenn ein freier Mitarbeiter nicht direkt zum Unternehmen zählt, so sollte er dennoch versuchen, sich auf die Belange der Firma einzustellen. Es ist keine bedingungslose Loyalität gefordert, aber Betriebsgeheimnisse sollten auch weiterhin solche bleiben. Zudem sollte ein freier Mitarbeiter auch versuchen, seine Kollegen – wenn auch solche nur auf Zeit – zu entlasten. Das bedeutet nicht, dass er deren Arbeiten komplett übernehmen muss, aber die eine oder andere Zuarbeit, die das Projekt voranschreiten lässt, sollte durchaus in Erwägung gezogen werden.

Tiefergehende Informationen rund um das Thema freie Mitarbeit finden Sie im Ratgeber-Portale erfolg-als-freiberufler.de und zwar hier. Der Begriff der freien Mitarbeit wird dort anhand von zahlreichen Kriterien definiert. Die Branchen, die bevorzugt freie Mitarbeiter suchen und auch einstellen, werden ebenfalls ausführlich vorgestellt.