Es gibt vielfältige Möglichkeiten um in einem Unternehmen Energie einzusparen. Ein Energieeffizienz-Berater untersucht nicht nur offensichtliche Schwachstellen wie Heizung oder Stromverbrauch, sondern inspiziert die gesamten Produktionsabläufe. Dadurch ergeben sich diverse Möglichkeiten um Energie einzusparen.

Die größte Ersparnis kann bei der Beleuchtung erreicht werden. Dabei spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle: Raumgröße und Raumhöhe, Bauart, Reflektor und Lichtausbeute der Leuchte. Die Energieersparnis wird hauptsächlich dadurch erreicht, dass die Anzahl der Leuchten erheblich reduziert wird. Die zweitgrößte Ersparnis kann bei dem Verbrauch der Druckluft erreicht werden. Das Alter und die Bauart des Leitungsnetzes und der Kompressoren spielen dabei eine genauso wichtige Rolle, wie die Nutzung der Druckluft. Diese Ersparnis wird dadurch erreicht, dass die entstehen¬de Wärme an den Kompressoren für etwas Nützliches genutzt wird (z.B. Heizung, Warmwasser etc.). Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die bereits eingebauten Heizungsanlagen zu optimieren oder diese auszutauschen. Diese Ersparnis macht sich jedoch erst nach ein paar Jahren bemerkbar.
Bei der Kühlung bringen folgende Initativen einen erheblichen Energiekostengewinn: Verdampfungs- und Kondensationstemperatur optimieren, Kältemittel auf Potenzial anpassen und eine Wärmerückgewinnung anbringen. Bei elektrischen Antrieben, welche konstant ihren täglichen Dienst durchführen (z.B. Pumpen, Lüfter etc.), lohnt sich meist eine Neubeschaffung des Geräts. Folgende Aspekte sind hierbei zu beachten: Investitionskosten und die Betriebsdauer des Geräts pro Jahr. Den geringsten Anteil der Energieersparnis übernehmen die Lüftungsanlagen. Das Alter der Lüftungsanlage, die Bauart des Rohrnetzes und die Zusatzleistungen der Lüftung spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Energiemanagement

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Unternehmen erzeugen eigenhändig Strom
Aufgrund der steigenden Strompreise erzeugen immer mehr Firmen ihren Strom, hauptsächlich durch regenerative Energien, selbst. Dabei setzen die meisten Unternehmen momentan verstärkt auf die Fotovoltaik Technik. Da die Erzeugungskosten für den Strom geringer sind als die Bezugskosten aus dem Netz, besteht die Möglichkeit, im Idealfall bis zu 50 Prozent an Energie einzusparen. Dies stellt jedoch für die großen Energieversorgungskonzerne (RWE, Eon) eine Bedrohung dar. Diese wären aufgrund der selbstständigen Stromerzeugung der Firmen gezwungen, sich auf kleinteilige Geschäfte einzulassen. Aufgrund dessen, dass die regenerativen Anlagen nur einmal bezahlt werden müssen und kaum Betriebskosten anfallen, frieren die Kosten für den Verbraucher meist über ca. zwei Jahrzehnte ein.

KfW fördert Unternehmen – Ansprechpartner vor Ort
Für die Förderung von Unternehmen oder Freiberuflern ist die größte nationale Förderbank KfW verantwortlich. Die Möglichkeiten der Förderung sind vielfältig und variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Bei der Energieeffizienz werden Investitionen in folgende Bereiche gefördert: Haus-, Energie- und Anlagentechnik,Mess-, Regel- und Steuerungstechnik, Sanierung und Neubau von Gebäuden.
Die Erneuerbaren Energien werden nach zwei Varianten gefördert, der “Standart” und der “Premium” Variante. Die “Standart” Variante richtet sich primär nach der Erzeugung von Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK). Die “Premium” Variante richtet sich hingegen hauptsächlich an große Solarkollektoranlagen, große Wärmespeicher oder große Wärmepumpen. Ansprechpartner für Unternehmen vor Ort sind Energieeffizienz-Berater. Diese erhalten hohe Förderung von der KfW und suchen nach der optimalen Lösung für ein Unternehmen. Auf dem deutschlandweiten Berater Netzwerk energieeffizienz-im-betrieb.net können Unternehmen schnell und einfach Kontakt zu einem Energieeffizienz-Berater vor Ort aufnehmen.