Ein Girokonto ohne Schufa gibt es in Deutschland nicht. Grundsätzlich holen die Banken im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Eröffnungsantrages für das Girokonto die Schufa des Antragstellers ein, dazu muss die Schufa-Klausel unterschrieben werden. Das Problem für einige Kunden ist, dass ihnen das bestehende Girokonto gekündigt wurde, ihre Schufa zum Beispiel wegen eines Insolvenzverfahrens negativ ist und keine Bank aufgrunddessen bereit ist, ein Girokonto auf Guthabenbasis einzurichten, obwohl sie theoretisch dazu verpflichtet sind.

Informationen aus dem Internet zufolge kann sich der Betroffene aber bei CortalConsors, einem Online-Discount-Broker ein verzinstes Guthabenkonto einrichten, auch mit negativer Schufa. Auf dieses Konto können Arbeitgeber oder Arbeitsamt Einzahlungen vornehmen. Dieses Konto ist kein Girokonto im herkömmlichen Sinn, sondern ein einem Depot beigeordnetes Cashkonto, das monatlich 1,99 Euro kostet. Leider funktioniert das Konto nicht als Verrechnungskonto. Des Weiteren ist es auch möglich, bei der Postbank ohne Schufaanfrage ein Sparkonto mit Sparcard zu eröffnen. Mit der Sparcard kann an Geldautomaten der Cashgroup kostenlos Geld bezogen werden.

Bleibt dann noch ein Girokonto im benachbarten Ausland, was aber oft mit hohen Transaktionskosten verbunden ist.
Aus diesem Grund gibt es in Deutschland eine Menge Betroffener, denen der Zugang zu einem eigenen Girokonto aufgrund ihrer negativen Schufa verwehrt wird. Derzeit ist ein Gesetz in Bearbeitung, dass es erlaubt ein so genanntes P-Konto zu haben. Dieses ist pfändungsfrei, setzt aber voraus, dass bereits eine Kontoverbindung besteht und das Konto in ein P-Konto umgewandelt wird.
Um es in Deutschland tatsächlich zu schaffen, ein Girokonto auf Guthabenbasis trotz negativer Schufa führen zu dürfen, braucht man einen langen Atem oder besser noch die Unterstützung eines Schuldnerberaters.