Ein Unternehmensverkauf ist mit einer Vielfalt rechtlicher, finanzieller und wirtschaftlicher Fragen verknüpft, die für jeden Einzelfall eine genaue Recherche und Planung erfordern. Der Unternehmensverkäufer sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um alle Handlungsoptionen vor Beginn des Kaufprozesses ausreichend detailliert dokumentiert zu haben. Vor jedem Verkauf eines Unternehmens muss eine gründliche Bestimmung (Kassensturz) der relevanten juristischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgt sein.

Vor dem Verkauf eine umfassende Dokumentation erstellen

Unternehmen sind oft in der Form von Gesellschaften gegründet worden. Die notwendigen Gesellschaftsunterlagen sind zu beschaffen. Hierzu gehört ein Handelsregisterauszug und eine Übersicht aller Verträge, die für das Unternehmen relevant sind. Dazu gehören auch die Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden, Mitarbeitern und einer Mitarbeitervertretung, denn diese Verträge gehen mit dem Verkauf des Unternehmens auf den Käufer über. Gibt es Verbindlichkeiten oder Kredite und wie sehen die Regeln zur Zahlung von Zins und Tilgung aus?

Offene Rechts- und Finanzangelegenheiten

Oft ist das Unternehmen noch in Rechtsstreitigkeiten verstrickt, wenn es verkauft werden soll. Diese offenen Fragstellungen sind zu dokumentieren, wenn keine Auflösung der Streitfragen vor Abschluss des Kaufvertrages möglich ist. Ähnliche Überlegungen gelten für offene Verwaltungsfragen (beispielsweise Baugenehmigungen) oder offene Forderungen des Finanzamtes oder der Sozialversicherung.

Langfristige strategische Unternehmensziele verdeutlichen

Die wirtschaftlichen Grundlagen des Unternehmens bestimmen seine langfristigen Überlebensperspektiven. Hierzu sind Marktsituation und Mitbewerber zu untersuchen und es ist aufzuzeigen, wie das Unternehmen langfristig unter veränderten Bedingungen überleben und Profit erwirtschaften kann. Diese Planungsperspektiven können nach Produktgruppen bzw. Angebotsvarianten differenziert werden. Für einen potentiellen Käufer soll klarwerden, wo er ansetzen kann, wenn er das Unternehmen in eine ungewisse Zukunft führen will. Es werden auch die “Baustellen” verdeutlicht, die als erstes zu bearbeiten sind, wenn die Unternehmensübergabe abgeschlossen ist.