Sie kommen erst im fortgeschrittenen Alter, meist ab etwa 50 – die Beschwerden bei längerem Sitzen und Aufstehen. Der anfänglich stechende Schmerz, der nachlässt, nur um dann umso stärker wieder aufzutreten tritt an Knie-, Hüft-, Hand- oder Fußgelenken, nicht selten aber auch an der Wirbelsäule auf. Die niederschmetternde Diagnose: Arthrose. Eine Krankheit, die noch vor gar nicht langer Zeit als unheilbar galt, hat mit den Möglichkeiten der modernen Medizin zum größten Teil ihren Schrecken verloren. Denn eins steht fest: Arthrose ist je nach Stadium beeinflussbar, ja sogar heilbar. Forschungen und Studien belegen eindeutig, Arthrose ist das leidige Ergebnis eines falschen Lebensstils, sprich einer falschen Ernährung. Die altherkömmliche Diagnose, Arthrose sei Verschleiß bei zunehmendem Alter wird mit den neuesten Erkenntnissen widerlegt und ad absurdum geführt. Arthrose ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit und hat mit altersbedingten Abnutzungserscheinungen der Gelenke und des Knorpels nichts zu tun.

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Ernährung als Ursache von Arthrose

Arthrose ist die Folge ungesunder Ernährung, die über Jahrzehnte hinweg ihre Spuren hinterlässt. Eine Übersäuerung des Organismus durch ungesunde Fette, tierische Eiweiße, Getreideprodukte, sowie Konservierungsstoffe und synthetische Lebensmittelzusätze bringen das menschliche leicht basische Blut aus dem Gleichgewicht. Der Körper beginnt dagegen anzugehen, zu rebellieren. Er versucht durch basische Mineralien wie Calcium die überschüssigen Säuren zu neutralisieren. Werden dem Körper zu wenig Mineralien zugeführt, zieht er sich diese meist aus den Knochen. Kann eine übermäßige Säuremenge nicht ausgeschieden werden, nistet sie sich im Körper ein. Das geschieht vornehmlich in Blutgefäßen, Bindegeweben und eben in den Gelenken. Eine über viele Jahre andauernde Unterversorgung lebenswichtiger Mineralstoffe verhindert zudem eine Regenerierung des Knorpels.

Ist der basische Zustand im Körper einmal aus dem Gleichgewicht, bedarf es der Hilfe von außen, um den selbstregulierenden Zustand der Zellen wiederherzustellen. Dieses sollte auf verschiedenen Ebenen geschehen. Zum Einen ist wichtig, dass der Betroffene sich oft bewegt. Denn das Knorpelgewebe wird nicht über die Blutbahnen versorgt, sondern über die Knorpelflüssigkeit. Und die muss in Bewegung gehalten werden, damit die Nährstoffe in das Knorpelgewebe einmassiert werden können.

Aminosäuren bei Arthrose

Neben der Bewegung ist die zweite wichtige Komponente in der Arthrosebehandlung die Ernährung. Der Körper muss genügend schwefelhaltige Substanzen zur Verfügung haben, um Knorpelmasse aufzubauen. Neben den bekannten Gelenknährstoffen Chondroitin, Glucosamin und MSM sind Aminosäuren eine wertvolle Ergänzung. Glycin, Cystein und Methionin, die besonders schwefelhaltigen Aminosäuren, sind beispielsweise essenzielle Bestandteile des Knorpelgewebes und bekannt dafür, die Knorpeldegeneration aufzuhalten. Mehr dazu z.B. hier: http://aminosäure.org/arthrose/

Auch ist der Zellschutz als präventive Vorsorge wichtig. Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C und Selen, aber auch Mangan haben sich als für die Gelenkregeneration wichtige Mikronährstoffe herausgestellt. Sie hemmen die Entzündung auf natürliche Weise und können so die Knorpelgesundung unterstützen.

Ernährungstherapie bei Arthrose muss dauerhaft erfolgen

Mag das Wort ‘Ernährungstherapie‘ auch missverständlich und schwammig sein, eines aber sollte jedem klar sein, es darf keine zeitlich begrenzte Aktion sein. Erfolge stellen sich erst nach ungefähr 4 Wochen ein. Auch im fortgeschrittenem Zustand der Arthrose weisen zwei Institute unabhängig voneinander nach, dass Knorpelwachstum in den Gelenken gefördert werden kann und dass belastungsbedingte Gelenkbeschwerden gelindert werden können. Ein nachweislich gezielter Knorpelaufbau eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose. Zum ersten Mal ist eine Ursachenbehandlung möglich. Bisherige Therapiemethoden wie starke Rheuma- oder Schmerzmittel stehen durch weltweite Studien auf dem Prüfstand. Zum Wohle aller Arthrose Patienten.