Wohnungswechsel bedeutet immer Stress und Hektik. Doch mit perfektem Timing und guter Organisation haben Sie schon fast die halbe Arbeit geschafft

Dreimal umziehen ist wie einmal abbrennen, heißt es einen einem Sprichwort. Behördengänge, Kisten packen und womöglich Renovieren – das kostet Zeit und Nerven. Doch wenn Sie rechtzeitig mit der Organisation beginnen, behalten Sie den Überblick und finden nach dem Einzug sogar alles ganz schnell wieder.

Noch drei Monate: Einen Plan machen
Der Tag X liegt zwar noch in weiter Ferne, fangen Sie trotzdem schon mal mit dem Ausmisten an. Es muss sicher nicht alles mit ins neue Domizil.
Außerdem sollten Sie sich jetzt schon um eine Umzugsfirma kümmern – noch ist Zeit für Preisvergleiche. Wenn Sie in Eigenregie umziehen: Autoverleiher und Helfer suche.
Sie können auch schon anfangen, Verpackungsmaterial zu besorgen (Kartons, Klebeband, Zeitung, Müllsäcke, Abdeckfolie etc.). Man rechnet einen Standard – Umzugskarton pro Quadratmeter Wohnfläche, dazu fünf bis zehn Stück als Reserve. Wenn Sie jetzt schon einen Plan machen, was in der neuen Wohnung wo stehen soll, kann später der Wagen entsprechend beladen werden. Faustregel: Küche und Kinderzimmer zuerst aufbauen, also besser zuletzt einladen.

Noch ein Monat: Jetzt geht es ans Packen
Langsam wird es ernst. Erledigen Sie, so weit möglich, den Papierkram: Adressänderung mitteilen, Nachsendeantrag stellen und Telefonanschluss ummelden. Vereinbaren Sie außerdem einen Termin mit den Stadtwerken für einen Ablesetag (Schlussrechnung).
Am besten reservieren Sie nun auch den Umzugswagen und organisieren Parkraum vor der Tür. Für so genannte vorübergehende Halteverbotszonen sind unterschiedliche Stellen zuständig (Polizei, Straßenverkehrsbehörde oder Amt für öffentliche Ordnung). Fragen Sie rechtzeitig bei Ihrer Gemeinde nach.
Nicht vergessen: Verbindliche Zusagen von den Umzugshelfern einholen.
Dinge, die Sie nicht täglich brauchen, können Sie nach und nach schon einpacken. Denken Sie daran, allmählich Ihre Lebensmittel, vor allem die tiefgekühlten, zu verbrauchen.
Wichtig beim Packen: Bücherkartons nut zur Hälfte füllen – obendrauf kommt Wäsche oder Kleidung. Kisten gut beschriften! Außerdem bekommt jedes Familienmitglied einen „Überlebenskoffer“ mit Kleidung, Kosmetika, Bettwäsche usw. für den ersten Tag. Halten Sie zusätzlich einen Karton bereit für alles, was am Umzugstag gebraucht wird (etwa Handtücher, Geschirr).

Noch eine Woche: Letzte Besorgungen
Der Countdown läuft: Proviant für die Umzugshelfer besorgen, eventuell auch Pappgeschirr.
Haben Sie viele schwere Möbel und Geräte? Dann beschaffen Sie noch eine Sackkarre und Gurte. Den restlichen Hausrat einpacken, Möbel auseinander bauen. Kleinteile wie Schrauben in Plastikbeuteln sammeln und mit Klebeband direkt am Möbelstück festkleben.

Umzugstag: Nun heißt es schleppen
Jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten: Empfindliche Fußböden abdecken, „Überlebenskoffer“, Wertgegenstände und Dokumente im Auto verstauen, damit sie nicht wegkommen. Werkzeug, Putzmittel und Staubsauger stehen bereit, der Imbiss ist vorbereitet. Es kann losgehen.
Übrigens: Die Haftpflichtversicherung Ihrer freiwilligen Helfer zahlt nicht, wenn etwas zu Bruch geht. Ausnahme: Sie schließen einen Vertrag, in dem ein Stundenlohn festgelegt wird. Bei Profi – Unternehmen ist Ihr Hab und Gut in der Regel versichert.