Verschimmelte Nahrungsmittel, schwarze Flecken, die sich in jeder Ecke und Nische des Hauses ausbreiten können…
Wer fürchtet die gesundheitsschädlichen Pilze nicht? Was mit allergischen Symptomen durch Schimmel beginnt, kann ebenso in tödlichen Vergiftungen enden, wenn das Körpergewebe befallen und zerstört wird. Doch was kann man tun, um den lästigen Mitbewohnern den Garaus zu machen?

Alkohol
Ein wirksames Mittel, welches bei mindestens 70-prozentigem Ethanol die Schimmelpilze zuverlässig bekämpft. Im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten, wie fünfprozentiger Ammoniak- und Wasserstoffperoxidlösung, die für die Atemorgane hoch reizend sind, kommt es bei Alkohol nur zu schwindend geringen Nebenwirkungen.
Austrocknung
Auf Holzuntergründen gestaltet sich das Vorgehen mit geringerem Aufwand. Da die Bakterien bis zu einen Millimeter in das Holz hineinwachsen, reicht es die befallene Stelle auszutrocknen. Somit wird das Wachstum der Schimmelpilze unterbrochen und die Überreste können mit Schwamm oder Bürste mühelos entfernt werden.

Schimmel-Entferner
Die Anwendung der chlorfreien Sprühflaschen mit Schimmelentferner, die auf bestimmte Untergründe spezialisiert sind, ist denkbar einfach. Nach dem Aufsprühen lässt man sie eine kurze Zeit einwirken, um später alles gründlich mit Wasser zu säubern und gegebenenfalls mit einer Bürste oder einem Schwamm auszuwischen.

Putzsanierung
Hat sich der Pilz schon tiefer in den Baustoffen der Wand eingenistet und verweilt schon länger an seinem Platz, ist mit einfachen Methoden nichts mehr zu machen.
Alles befallene Material muss zwangsläufig und gründlich entfernt werden. Wenn die Wand freigelegt worden ist, wird erst ersichtlich, ob dahinterliegende Baustoffe unberührt geblieben sind. Ist dies der Fall, müssen diese nicht ausgewechselt werden, andernfalls muss eine Erneuerung des Verputzes vollzogen werden.

Silikon
Wegen der hohen Luftfeuchte nach einer heißen Dusche, sind Badezimmer besonders anfällig für Schimmel. Ein häufiges Problem stellen Silikonfugen dar. Bei starkem Befall muss das innere Silikon herausgelöst werden (zum Bespiel mit einem Teppichmesser). Im Austausch muss nun, um das Pilzwachstum zu stoppen, ein schimmelabweisendes Sanitärsilikon in die Fuge eingesetzt werden.

Vorbeugung
Ist die Entfernung der Bakterien gelungen, gilt es neuen bösen Überraschungen vorzubeugen. Um nicht erneut Opfer von Schimmelbefall zu werden, empfiehlt es sich täglich drei- bis viermal durchzulüften. Auch eine konstante Heiztemperatur innerhalb der Wohnung, ist dringend notwendig. Wer sämtliche Wärmezufuhr mehrere Tage unterbindet, läuft erneut Gefahr wieder mit Schimmelpilzen in Kontakt zu kommen.