Als Controlling wird ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems bezeichnet. Zu seinen primären Aufgaben gehören die Planung, die Steuerung und die Kontrolle sämtlicher Unternehmensbereiche. Als Basis für diese werden wiederum Daten aus diversen Quellen zusammengeführt, beispielsweise aus dem Rechnungswesen.

Die Funktionen des Controllings

Die vorangegangene Definition für Controlling enthielt bereits die vier Grundverständnisse, die für eine genaue Charakterisierung des Begriffes wichtig sind. Diese folgen nun noch einmal in einer etwas konkreter dargestellten Form.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen die ersten ernstzunehmenden Gedankengänge in dieser Forschungsrichtung auf. Als erstes Grundverständnis des Controllings begreift man heute die Aufgabe der Bereitstellung von Informationen. Die erste Aufgabe des Controllings ist es demnach, betriebswirtschaftliche Daten zusammenzutragen und sie der führenden Ebene der Unternehmen zuzuführen. So soll eine gewisse Transparenz erreicht werden. Im Speziellen geht es bei diesen Daten für gewöhnlich um Informationen bezüglich der Kosten und Erlöse eines Unternehmens. Das Controlling muss strikt von der Kosten- und Leistungsrechnung abgegrenzt werden. Während Ersteres mithilfe der gesammelten Informationen die Entscheidungsfindung der Führungsebene erleichtern will, geht es im letzteren Fall beispielsweise darum, die Kosten den richtigen Kostenstellen zuzuweisen.

Das zweite Grundverständnis des Controllings befasst sich mit der ziel- und erfolgsorientierten Steuerung von Unternehmen. So müssen die zu verfolgenden Ziele festgelegt, ihr Fortschritt überwacht und nach Abschluss analysiert werden. Diese zweite Funktion des Controllings baut auf der ersten Funktion auf, denn für die Planung einer Vorgehensweise sind zunächst einmal Informationen wichtig. In der Regel wird hierfür eine spezielle Controlling Software genutzt.

Das dritte Grundverständnis des Controllings bezieht sich auf die Funktion der Koordination. So entfaltet sich der wahre Nutzen des Controllings nur, wenn die Versorgung mit Informationen mit der Planung und Kontrolle koordiniert wird. Dieser Funktion entstammen verschiedene Teilsysteme im Führungsbereich, so zum Beispiel das Personalführungssystem.

Als viertes Grundverständnis des Controllings wird ihm die Aufgabe zugeschrieben, die Rationalität der Führungsebene sicherzustellen. In diesem Fall wird die Gewährleistung von Führungsqualität als Kern des Controllings verstanden. Diese Sichtweise setzt eine Führung voraus, die irrational handeln kann, die also nicht dem Bild des Homo oeconomicus entspricht, wie es in der wissenschaftlichen Literatur oft genutzt wird.