Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Während Sie Urlaub machen, schützt ein Haushüter nicht nur Ihr Heim – er versorgt auch Ihre Haustiere, Blumen und den Garten

„Betreuen durch Bewohnen“ heißt das Motto. Die Idee aus den USA und England wird auch bei uns immer beliebter. Während der Abwesenheit des Eigentümers bewohnt ein Haushüter das Anwesen, versorgt Haustiere und den Garten, leert den Briefkasten, nimmt Telefonate entgegen, auf Wunsch schickt er dem Urlauber sogar Post und Faxe nach. Im Notfall (Wasserrohrbruch, Sturmschaden) holen die Haushüter Hilfe und Handwerker. Oder sie betreuen daheim gebliebene Angehörige.
Je nach gewünschter Leistung kostet das ab 40 Euro pro Tagt. Ein Fünftel der Kosten für diese so genannte „haushaltsnahe Dienstleistung“ (bis max. 600 Euro) können Sie von der Steuer absetzen.
Fremden Personen das eigene Haus zu überlassen, setzt natürlich besonderes Vertrauen voraus. Entsprechend sorgfältig sucht der Verband seine Mitarbeiter aus: in der Regel verantwortungsbewusste, finanziell abgesicherte Pensionäre. Sie brauchen ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Auch ihre Lebensverhältnisse werden überprüft.
Reich macht der Hüter-Job zwar nicht, denn bezahlt wird auf des 400-Euro Gesetzes. Der Reiz liegt vielmehr in den wechselnden Einsatzorten und dem neuen Wohnumfeld: einem Haus mit Garten oder sogar Pool.

Schutz vor Dieben
Sie brauchen das Haus nicht zur Festung auszubauen. So schützen Sie Ihr Eigenheim vor unerwünschten Besuch:
- Dicht machen. Alle Türen und Fenster verschließen, Haustür doppelt verriegeln.
- Licht machen. Zufallsschalter für Lampen gibt es ab 25 Euro, sie knipsen das Licht in unregelmäßigen Abständen an und aus. Eine Zeitschaltuhr kümmert sich um die Rollläden.
- Täuschen. Alarmanlagen wirken abschreckend – selbst wenn es nur eine Attrappe ist.
- Freunde. Ein verstopfter Briefkasten ist verdächtig – lassen Sie ihn regelmäßig leeren.
- Vorsorge. Außensteckdosen abschalten, keine Aufstiegshilfen (Gartenmöbel) stehen lassen.