Ganz fix verschönern sie Rankengerüste, Fassaden oder Brüstungen mit ihren üppigen Farben. Das ist auch für einen kleinen Balkon einfach ideal.

Kletterpflanzen bieten viele Vorteile: Sie lassen hässliche Wände verschwinden, begrünen alte Baumstämme oder dienen als lebendiger Sichtschutz. Besonders fix geht´s mit einjährigen Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Prunkwinde und Feuerbohne. Viele Sorten können im Mai und Juni direkt ins Beet oder den Balkonkasten gesät beziehungsweise gesetzt werden. Sie wachsen extrem schnell und zaubern blühende Wände. Nachteil: Man muss jedes Jahr einige Wochen warten, bis die neuen Pflanzen etwas hermachen. Außer man setzt auf Clematis oder Rosen, da diese mehrjährig durchstarten.

Mehrjährige sind meist günstiger
Diese Sorten kosten zwar zunächst etwas mehr, doch unterm Strich kommt man mit ihnen oft preiswerter weg. Außerdem sind die meisten wesentlich genügsamer: Sie brauchen nicht so viel Wasser und Nährstoffe wie ihre einjährigen „Kollegen“. Allerdings wachsen sie auch nicht so rasant. Einige vertragen sogar Schatten (etwa Efeu, Pfeifenwinde oder Geißblatt). Pflanzzeit ist im Frühjahr oder Spätsommer. Alle Kletterpflanzen benötigen im Verhältnis zur später erreichten Größe nur wenig Raum. Wichtig ist aber eine ausreichende Pflanztiefe. 40 bis 50 cm sollten es auch Kübeln durchaus sein. Dazu alle vier bis sechs Wochen Dünger.

Aufstiegshilfen für Klettermaxe
Die Pflanzen schwingen sich auf unterschiedlich Art und Weise in die Höhe: Efeu oder Wilder Wein zählen zu den so genannten Selbstklimmern. Sie benötigen überhaupt kein Spalier, hinterlassen aber auf der Wand auch deutliche Spuren. Alle anderen brauchen etwas, um sich festzuhalten. Für Spreizklimmer wie Kletterosen oder Brombeeren sollte Sie ein stabiles Gerüst mit größeren Abständen wählen (z.b. Baustahlmatten, Holzlattengerüst). Rankpflanzen, etwa Wicke, Kapuzinerkresse oder Clematis, haben spezielle Organe für den Aufstieg. Bieten Sie ihnen Gitter aus Holz, Eisen oder Draht an. Die Maschen sollten nicht größer als 30 cm sein. Schlinger (Blauregen, Knöterich) halten sich am liebsten an senkrechten Rankhilfen fest. Sie winden sich um Schnüre, Stäbe oder Latten.

Manche wachsen uns über den Kopf
Wählen Sie stabile Spaliere, die auch das Gewicht ausgewachsener Pflanzen tragen. Denn: Einige Kletterer entwickeln enorme Kräfte. Denn oftmals wachsen sie schneller als vermutet. So kann Blauregen sogar Regenrohre regelrecht abwürgen und Knötchen mit seinen Wurzeln das Mauerwerk schädigen, wenn man ihn zu nah an die Hauswand pflanzt.