Ihrem so spröden Namen „Holz“ möchte Madeira angesichts der wunderschönen Landschaften auf dem gut 740 km² großen, portugiesischen und fast 1000 km von Lissabon entfernten Atlantikeiland so gar nicht entsprechen. Vielmehr treffen ihre poetischen Beinamen, wie die „Blumeninsel“ oder „Insel des ewigen Frühlings“, schon sehr viel besser den malerischen Charakter der Heimat von gut 235.000 Inselbewohnern. Weitere Informationen zur Natur, Geschichte und Kultur der Insel erhält man auch im Botanischen Garten der Inselhauptstadt Funchal mit ihren ca. 110.000 Einwohnern.

Unendliche Panoramen bei angenehmen Temperaturen

Madeira ist klimatisch sowohl durch ihre geographische Lage im Passat und Westwind als auch durch ihre von Gebirgen dominierte Erscheinung landschaftlich quasi als Wanderparadies prädestiniert. Hoch- und Mittelgebirge wechseln sich um das zentrale Hochplateau Paul da Serra (Gebirgsmoor) mit steilen Felsklippen an der Küste und vielen Wasserfälle führenden Flüssen ab. Die angenehmen Tageshöchsttemperaturen zwischen maximal 19 bis 25 Grad machen die gesamte Insel zu einem sehr beliebten Reiseziel für Wanderfreunde aus aller Welt.
Bei diesen besonders bekannt sind die Wanderwege entlang der zwecks der Versorgung von Bauernhöfen, Zuckerrohrplantagen und Wassermühlen mit Wasser zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert angelegten Bewässerungskanäle „Levadas“. Diese verlaufen oft in schwindelerregender Höhe, sind aber durchweg begehbar. Beliebte Strecken mit sagenhaftem Ausblick findet man etwa beim Encumeada-Pass und im Tal von Rabaçal. Eine weitere empfehlenswerte, aber auch konditionell anspruchsvolle Tour führt vom höchsten bis zum dritthöchsten Inselberg, vom Pico Ruivo bis zum Pico do Arieiro.

Entlang schmaler Kanäle in die Höhen empor

Dieses weit verzweigte und verästelte Kanalsystem durchzieht die ganze Insel wie ein feinmaschiges Netz. Sehr populäre und auch von vielen lokalen Veranstaltern unter sachkundiger Führung angebotene Touren entlang der Levadas sind zum Beispiel diejenigen von Ribeiro Frio nach Portela, von Babosas über Romeiros nach Palheiro Ferreiro, von Maroços durch das Cales- und das Tal von Ribeira Seca bis nach Machico oder weiter zum Pass Boca do Risco und die Strecke durch den Regenwald auf der Levada do Caldeirão im Queimadas-Park.