Will man ein Auto kaufen, liest man immer wieder “Mehrwertsteuer nicht ausweisbar nach § 25A UStG”. Die Bedeutung ist nicht jedem klar. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass das angebotene Fahrzeug von einem Privatmann verkauft wird. Dieser kann keine Mehrwertsteuer ausweisen. Händler dagegen weisen die Mehrwertsteuer aus, da diese, wenn Sie Gewerbetreibende sind, die Vorsteuer zum Abzug bringen können. Dieser bekommt vom Finanzamt keine Umsatzsteuer erstattet. Wenn man einmal MwSt. ausgewiesen und abgeführt hat, ist man daran auch für 3 Jahre gebunden. Das heißt,  man muss bei jeder weiteren Rechnung bzw. beim erneuten Verkauf des Fahrzeugs wieder die Steuer ausweisen. Auf der anderen Seite ist man dann aber auch vorsteuerabzugsberechtigt. Für Privatpersonen bedeutet das: Achten Sie auf den Kaufpreis. Dieser ist für Sie der Endpreis.

Mehrwertsteuer sparen durch Autokauf im Ausland?

Wenn Sie ein Auto im Ausland kaufen und so die deutsche Mehrwertsteuer sparen möchten, sollten Sie sich im Vorfeld zur tatsächlichen Ersparnis informieren und auch darüber in Kenntnis sein, dass zur Überführung verschiedene Aspekte wichtig sind. Beachten Sie, dass Sie Ihr Fahrzeug verzollen müssen und auch Steuer zahlen. Rechnen sie dies auf den Kaufpreis und überlegen Sie sich genau, ob Sie den Schritt wagen und ein Auto im Ausland kaufen.

Bezüglich der Gewährleistung des Verkäufers gibt es unterschiedliche Aspekte, die sich zwischen dem Kauf in Deutschland und der Überführung aus dem Ausland differenzieren. Hier gewährt der Verkäufer laut Gesetz eine Garantie, an die er unter den angegebenen Punkten gebunden ist. Beim Kauf eines Neuwagens im Ausland haben Sie die Herstellergarantie, bei einem Gebrauchtwagen ist aber nicht sicher, inwieweit die Gewährleistung des Händlers greift und Sie für Schäden am Gebrauchtwagen abgesichert sind. Hier sollten Sie mit dem Anbieter eine bindende Vereinbarung treffen und diese schriftlich festhalten lassen. Vergessen Sie nicht, dass auch beim KFZ Kauf im Ausland Mehrwertsteuer zu zahlen ist und Sie entweder bei der Überführung den deutschen Steuersatz, oder aber direkt beim Kauf den Steuersatz des jeweiligen Landes zu zahlen haben.

Die KFZ Überführungskennzeichen bzw. in diesem Fall die Auslandskennzeichen erhalten Sie bei Ihrer Zulassungsstelle und müssen eine Versicherung aufweisen, die Ihre Überführung einschließt und so im Schadensfall als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Hier Erfahren Sie mehr zum Thema, wie Sie ein Überführungskennzeichen richtig beantragen sowie zu den Kosten, die auf Sie zukommen.: www.ueberfuehrungskennzeichen.net. Weiterführende Tipps zur Überführung innerhalb Deutschlands finden Sie hier.

Bei einem Autokauf im Innland zahlen Sie zwar den deutschen Steuersatz, haben aber weitaus weniger Formalitäten zu erledigen und können sogar die Anmeldung bei der Zulassungsstelle direkt vom Händler durchführen lassen.

Bei der Überführung zu Ihnen können Sie entweder eine Spedition beauftragen und dieser die Überführungskennzeichen übergeben, welche gleichzeitig als Bestätigung für eine bestehende Versicherung dienen. Da Sie Ihr Auto erst nach Übergabe in Deutschland anmelden, können Sie auf diese speziellen Kennzeichen nicht verzichten und sollten keinesfalls eine Überführung anstreben, bei der Sie auf die Kennzeichen verzichten. Kurzzeitkennzeichen zeigen auf, dass Sie mit dem neuen Wagen auf dem Heimweg sind und zeitnah die notwendige Anmeldung vornehmen werden. Achten Sie bei einer Überführung auch immer darauf, dass Ihr Auto verkehrssicher ist. Kontrollieren Sie die Bremsen, die Beleuchtung, die Lenkung und das Profil der Reifen. Wichtig ist, dass das Kennzeichen auch richtig beleuchtet wird.

Bei einem gewerblichen Verkäufer können Sie über eine Garantie verhandeln und hier auch für Gebrauchtwagen eine Absicherung schaffen. Bei Käufen von Privat entfällt diese Sicherheit und wird nicht geboten.