Bevor begeisterte Hobby- und Sportangler an die Gewässer fahren und ihr Werkzeug auswerfen, gilt es einige grundlegende Regeln zu beachten. Was genau wird in rechtlicher Hinsicht im Angelsport gefordert?

  • Fischereischein: Zur Ausübung wird in Deutschland eine sogenannte Fischerprüfung bzw. ein gleichwertig anerkannter Sachkundenachweis benötigt, der mittels Antrag erwirkt werden kann.
  • Gewässerschein: Jedes Gewässer verfügt über einen Eigentümer oder Pächter, der somit das Fischereirecht über diese Areale erwirbt. Der Gewässerschein wird von diesem ausgestellt, wodurch sich ein Angler verpflichtet, spezielle Regelungen wie zum Beispiel in Bezug auf Schonzeiten, Schonmaß oder Fangbeschränkungen zu beachten. Wer dagegen ohne entsprechende Papiere angelt, macht sich des Schwarzangelns schuldig und darf mit Geldstrafen oder gar Freiheitsstrafen von bis zu 2 Jahren rechnen.

Sind die obigen Punkte rechtens geklärt, so steht dem Angelfreund nichts mehr im Wege, um schon bald sein erstes selbstgefangenes Mittagessen zu verspeisen, doch gerade bei Neulingen fangen die Probleme oft erst hier an. Welcher Köder ist der Richtige, welche Ausrüstung wird benötigt und wie verhält es sich mit den unterschiedlichen Angelruten?

Köder und Ausrüstung

Die vorhandenen Ködervarianten sind zahlreich, so kann  man beispielsweise auf den handelsüblichen Regenwurm zurückgreifen oder dessen Verwandte, die Kompostwürmer und den die kanadischen Tauwürmer, die sich insbesondere für das Aalangeln eignen. Andere Fische wie die Barbe dagegen bevorzugen exotische Köder, hier genügt oft sogar ein ganz normales Stück Käse oder gebratenes Fleisch. Raubfische dagegen können gut mit Köderfischen gelockt werden, hierbei gilt es allerdings darauf zu achten, unter keinen Umständen lebende Köderfische zu verwenden, denn in diesem Fall macht man sich in Deutschland der Tierquälerei strafbar. Eine Alternative stellen demnach künstliche Köderfische dar, die Wobbler beispielsweise imitieren durch ihre Tauchschaufel beim Ziehen durch das Wasser einen kranken Fisch und locken somit Raubfische an, bestehen tatsächlich aber lediglich aus Plastik, Holz, Gummi oder anderen Materialien.

Darüber hinaus bietet sich für den Angler ein breites Feld an zusätzlicher Ausrüstung, von der richtigen Angelschnur über den Schwimmer, vom hochwertigen Anglermesser bis hin zum obligatorischen Kescher und selbstverständlich der Grundausrüstung, der Angel selbst. Auch hier sind die Möglichkeiten enorm, wer sich zwischen Spinnrute, Glasfaserrute oder dem Alleskönner, der Universalangelrute entscheiden möchte, sollte sich allerdings im Vorfeld vom Fachmann umfassend beraten lassen.