Wenn der Winter Risse und ausgeblühten Putz an den Freizeitwänden hinterlassen hat, ist das eine prima Gelegenheit für Fassadenschminke mit Flair.

Der Anblick ist nicht gerade verlockend, fast unmöglich die Vorstellung, auf diesem unwirtlichen Balkon den Sonntagskaffee einzunehmen. Dann ist es Zeit für eine kleine Runderneuerung Ihres Sommerwohnzimmers. Ran ans Werk mit Spachtel und Drahtbürste, gegebenenfalls nach einer kurzen Rücksprache mit dem Vermieter.
Wenn es blüht und abblättert, schimmelt und reißt, ist das ein Zeichen permanenter Nässe. Gibt es Feuchtigkeitsquellen in der Wand, sollten diese zunächst trocken gelegt werden. Wo es sich löst, wird gründlich ausgekratzt und gereinigt. Anschließend gilt es, beschädigte Stellen wieder aufzufüllen. Hierfür eignet sich ein Dichtungsmittel auf Basis von Reinacrylat. Bevor jetzt die Farb- und Pinselaktion starten kann, kommen Lappen und ein Allesreiniger zum Einsatz.
Sind Haus und somit die Außenwände nicht mehr die jüngsten, so geht man mit einem „Unterhemd“ für das Mauerwerk, einer Fassadengrundierung, ebenfalls auf Acrylatbasis, auf Nummer Sicher. Sie hilft dem späteren Anstrich, besser auf dem Untergrund zu haften, und bietet gleichzeitig Schutz vor weiteren Ausblühungen.

Zwei Lagen bis zehn Grad und mehr
Nun beginnt der kreative teil: Fassadenfarbe mischt man Ihnen in fast jedem Wunschton gern im Baumarkt an. Perfekt wird es mit zwei Anstrichen, den ersten verdünnen Sie am besten mit zehn Prozent Wasser. Er soll eventuelle Ausbesserungsstellen abdecken. Mit Hilfe einer Quaste lässt er sich leicht aufbringen. Unverdünnt und vorzugsweise ohne Pause wird die zweite Schicht aufgepinselt.
Kleiner tipp: Haben Sie ein Auge auf das Wetter, wenigstens zehn Grad sollte es beim Streichen haben, trocken, dabei aber nicht zu heiß sein.