Rasenschnitt, Laub, Äste vom Sträucherschneiden oder Bäume fällen, in einem Garten entstehen immer wieder große Mengen Pflanzenabfall. Wie kann dieser korrekt entsorgt werden? Das Ausbringen in der freien Natur ist verboten und gilt als Ordnungswidrigkeit, die oft mit einem Bußgeld bestraft wird. In einigen Bundesländern ist das Verbrennen von Pflanzenteilen ebenfalls untersagt.

Die Kompostierung im eigenen Garten
Die einfachste Möglichkeit für die Entsorgung von Gartenabfall ist die Kompostierung: Pflanzliche Abfälle werden in einem Haufen gesammelt und dort von Mikroorganismen zu Kompost zersetzt. Die in dem Abfallmaterial enthaltenen Nährstoffe werden auf diese Weise in einen Kreislauf eingeführt und bleiben den Garten erhalten. Der entstehende Kompost kann als Dünger und zur Bodenverbesserung eingesetzt werden. Da die Mikroorganismen auf Sauerstoff angewiesen sind, sollte ein Komposthaufen luftig aufgeschüttet werden. Die unterste Schicht besteht idealerweise aus Zweigen. Es können sowohl Komposter mit Holzrahmen als auch Thermokomposter aus Kunststoff eingesetzt werden. Das Aufschichten einer einfachen Miete ist natürlich ebenfalls möglich. Wichtig ist, dass ein Komposthaufen auf unversiegelten Boden und nicht auf Platten oder Beton angelegt wird, da die Bodenlebewesen Zutritt haben müssen.

Wohin mit dem Gartenabfall, wenn der Komposter voll ist?
Falls die Anlage eines Komposthaufens aus Platzgründen nicht möglich ist oder in den Saisonspitzen nicht mehr verwertbare Abfallmengen entstehen, können diese in den kommunalen Kompostieranlagen entsorgt werden. In vielen Städten und Gemeinden dürfen haushaltsübliche Mengen von Gartenabfällen direkt in den Recyclinghöfen oder Kompostierwerken abgegeben werden. An einigen Orten gibt es auch Sammelcontainer für Rasenschnitt oder es werden Gartenabfallsäcke angeboten, die zusammen mit der Biotonne abgeholt werden. Die Bestimmungen der einzelnen Städte und Gemeinden sind sehr unterschiedlich, es ist daher sinnvoll, sich zu erkundigen. Einen Containerdienst zu beauftragen, empfiehlt sich besonders, wenn bei bedeutenden Umstrukturierungsmaßnahmen wie beispielsweise Bäume fällen sehr große Abfallmengen entstehen. Der Containerdienst kümmert sich sowohl um den Abtransport als auch um die korrekte umweltgerechte Entsorgung. Äste oder Wurzeln dürfen allerdings höchstens einen Durchmesser von 15 Zentimetern besitzen, um als Gartenabfall gezählt zu werden.