Längst nicht mehr alle Banken arbeiten seriös. Ständig werden Kunden mit verbotenen Tricks abkassiert, doch Sie können sich wehren.

Ein Wunder ist es nicht, dass sich Normalverdiener über astronomische Gehälter der Bosse von Großbanken aufregen. Gerade da werden Kunden nämlich am meisten abkassiert. Und viele Banken handeln dazu noch so, als hätten Gesetze und Gerichtsurteile für sie gar keine Gültigkeit.

Verbotene Gebühr, wenn das Konto leer ist
Verbraucherschützer kennen viele Beispiele dafür, dass Banken den Bundesgerichtshof ignorieren. Denn der verbot zum Beispiel Gebühren, wenn Lastschriften bei Null- Kontostand ausgeführt werden sollen. Banken erfanden das „Benachrichtungsentgelt“ – ein neuer Name für dieselbe Sache. Auch dies haben die Richter wieder verboten. Aber manche Banken kassieren einfach weiter!

Strafzins wird für das ganze Minus kassiert
Für das Kontominus wird sowieso hoher Zins (fast immer zehn Prozent) fällig. Aber ein Banken- Trick kann es noch teurer machen: Überzieht man höher als vereinbart, kostet der Strafzins bis über 18 Prozent – und einige Institute berechnen ihn falsch: nicht nur für das ungenehmigte, sondern für das gesamte Kontominus.

Billige Zinsen werden den Kunden vorenthalten
Auch Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank haben viele Banken ignoriert. Obwohl der Bundesgerichtshof sagt: Zinsvorteile müssen an die Kunden weitergegeben werden.

Bei Entschädigung einfach mal verrechnet
Wird ein Kredit vorzeitig abgelöst und dafür Entschädigung gezahlt, sollte man das ebenfalls von der Verbraucherzentrale prüfen lassen. Denn trotz klarer BGH – Vorschriften „verrechnen“ sich Banken da gern – zu ihren Gunsten.

Niedrigzinsen sind oft eine Mogelpackung
Vorsicht auch, wo mit billigem Kredit geworben wird: Oft gibt es den nur für bestimmte Laufzeiten und Beträge. Im Vertrauen darauf, dass dann auch andere Darlehen günstig sind, verzichten viele Kunden aber auf weitere Kostenvergleiche – und zahlen drauf.