Häufig kommt es in Wohnungen und Häusern zu Schimmelbefall, wenn nach Modernisierungen die neueste Generation Isolierfenster in alte Häuser eingesetzt werden. Dabei werden oft gravierende Fehler gemacht. Bereits vorhanden Fensteröffnungen werden beim Einbau der neuen Fenster innen mit Gipskarton verkleidet. Die Folge: Es können dort Hohlräume entstehen, in denen eventuell später der Schimmel wuchert. Doch auch die Mieter sind nicht ganz unschuldig, weil sie ihr Wohnverhalten nicht den neuen Gegebenheiten anpassen.

Lüften und Heizen ist die beste Vorsorge
Wer aus Sparsamkeit zu wenig heizt und ungenügend lüftet, macht es dem Schimmel leicht, sich auszubreiten. Feuchtigkeit, die durch das Heizen, Baden oder Kochen entstanden ist, kann nur beim Stoßlüften (4 bis 5 Minuten das Fenster richtig weit öffnen) mit Frischluft ausgetauscht werden. Ein Kippen der Fenster reicht nicht aus. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt als kalte, sind Wohnungstemperaturen von mindestens die 20 Grad ratsam.
Achtung: Stellen Sie Möbel wie zum Beispiel Schränke nicht zu nah an die Außenwände Ihrer Wohnung. Denn dahinter macht sich der Schimmel gern breit.

Wer zahlt den Schaden?
Mieter und Vermieter schieben sich gegenseitig gern den Schwarzen Peter zu, wenn es um Schimmel in der Wohnung geht. Für eine eindeutige Klärung dient in den meisten Fällen eine Wohnungsbegehung durch Sachverständige. Entsteht Schimmel als Folge bautechnischer Mängel, muss sich der Vermieter um die Instandsetzung der befallenen Stellen kümmern. Bleibt er untätig, haben Sie als Mieter ein Mietminderungsrecht. Bei starkem Schimmelbefall haben Sie ein Recht auf fristlose Kündigung Ihrer Wohnung.