Wer schon zu Lebzeiten Geld oder Immobilien verschenkt, kann so einen Teil der Erbschaftssteuer einsparen

Erben und vererben ist alles andere als einfach. Denn oftmals führt ein nachlass zum Streit und Ärger unter den Begünstigten. Unmut kann es vor allem dann geben, wenn der Verstorbene kein Testament hinterlassen hat und die gesetzliche Erbfolge in Kraft tritt.

Ohne Testament gibt es oft Streit
Die steuerlichen Regelungen gelten: Es gibt kein Testament, danach erbt der Ehepartner 50 Prozent des Vermögens, die Kinder die anderen 50 Prozent. Ärger ist dann programmiert, wenn ein Teil des Erbes aus einer Immobilie besteht und eines der Kinder die Auszahlung seines Erbes verlangt, obwohl Mutter oder Vater noch in dem Haus lebt. Solche Probleme vermeiden Sie mit der richtigen Regelung Ihres Nachlasses.
Testament mit Wohnrecht: Sind Sie verheiratet, haben Kinder oder ein gewisses Vermögen? Dann sollten Sie auf alle Fälle ein Testament aufsetzen. Damit haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, Ihren Kindern ein Haus zu hinterlassen und den noch lebenden Ehepartner durch ein in das Grundbuch eingetragenes Nießbrauchvermächtnis abzusichern. Dieses besagt, dass die Witwe oder der Witwer bis zum Tode unentgeltlich in dem Haus wohnen bleiben und das Haus erst nach deren Tod verkauft werden darf.
Berliner Testament: Dies ist die bekannteste Form des gemeinschaftlichen Testaments. Danach erbt nach dem Tod eines Ehepartners zunächst der überlebende Ehepartner. Doch wenn ein größeres Vermögen vorhanden ist, kassiert der Staat in diesem Fall doppelt, da steuerliche Freibeträge der Kinder nicht ausgeschöpft werden können.

Steuern sparen durch Kinder
Schenken statt vererben: Wenn Sie schon zu Lebzeiten Ihr Vermögen an die nächste Generation, also an Ihre Kinder oder Enkel, verschenken, können Sie die Steuerlast ganz erheblich senken, wenn Sie auf die Freibeträge achten und diese nur in bestimmten Zeitabständen verschenken.

Freibeträge alle zehn Jahre ausschöpfen
Denn alle zehn Jahre dürfen Begünstigte ihre persönlichen Freibeträge aufs Neue nutzen. Der Freibetrag der jedem Kind alle zehn Jahre zusteht, gilt pro Elternteil. Gehört das Vermögen den Eltern gemeinsam erhöht sich der Freibetrag.

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