Hohe Gebühren, falsche Beratung, wer sich mit der Bank streitet bekommt gratis Hilfe. Mit guten Erfolgsaussichten.

Die Bank hat Ihren Kredit gekündigt? Eine als sicher angepriesene Sparanlage bringt nur Verluste? Gebühren und Zinsen erscheinen Ihnen nicht angemessen? Wegen solcher und ähnlicher Fälle fühlen sich viele Kunden von Banken mies beraten und behandelt. Doch Klagen will kaum einer. Aus Angst vor den hohen Kosten und dem Risiko.

Schlichter können zum Recht verhelfen
Aber: es muss ja gar nicht gleich vor Gericht gehen. Um Streit schnell und kostengünstig zu bereinigen, haben die Berufsverbände Schiedsstellen eingerichtet. Unabhängige Ombudsleute (oft ehemalige Richter) werden für alle Privatkunden kostenlos tätig.
Die Erfolgsaussichten sind meist größer, als Sie glauben: mehr als die Hälfte aller Fälle werden zugunsten der Kunden entschieden.

Beschwerde nicht zu lang aufschieben
Als erstes muss der Kunde jedoch seinen Anspruch bei der Bank geltend machen. Gibt es keine Einigung, kann man seinen Fall dem Ombudsmann vorlegen. Das geht schriftlich, telefonisch oder per E-Mail. Dort schildert man den Sachverhalt und reicht alle Unterlagen als Kopien ein. Abgewiesen werden alle Fälle, die verjährt sind, oder wo bereits ein Gericht eingeschaltet wurde.

Klage vor Gericht als letzte Chance
Wird die Beschwerde zugelassen, holt der Ombudsmann eine Stellungnahme der Bank ein und entscheidet auf Grund vorliegender Informationen. Meist ergeht der Richterspruch innerhalb von drei Wochen. Und bis zum Streitwert von 5000 Euro ist er für die Bank bindend, außer bei Genossenschaftsbanken (zum Beispiel Volksbank). Der Kunde ist aber nicht an die Entscheidung gebunden. Ist er unzufrieden, kann er danach immer noch klagen. Inzwischen haben alle Bankenverbände solche Schiedsstellen. Wer zuständig ist, erfährt man bei seinem Geldinstitut.