Wenn Sie Probleme mit dem Wohnungsgrundriss oder der Zimmerhöhe haben, mit der richtigen Wandbekeidung lässt sich optisch einiges wandeln

Einen Hasenfuß hat jede Wohnung: die Decken zu hoch, eines der Zimmer zu riesig, der Flur zu schmal, der Erker eher winzig. Wer baulich nichts verändern darf oder mag, dem bleibt der Griff zur Tapetenrolle, mit deren Hilfe der Raum dann doch noch wie maßgeschneidert wirkt.

Drei Komplizen machen es möglich: Farbe und Muster in erster Linie. Geschickt eingesetzt verleihen sie kleinen Räumen Größe und Ballsälen etwas Heimeliges. Sie holen in hohen Zimmern die Decke herunter und schaffen in niedrigen Zimmern eine großzügige Atmosphäre. Aber auch mit dem gezielten Ausleuchten des Zimmers lässt sich der gewünschte Effekt noch unterstreichen.

Und wie war das mit dem schmalen Flur? Ein Schlauch gewinnt an Breite, wenn Decke und Fußboden dunkler als die Wände gehalten werden. Fehlt es dem Korridor aber eher an Tiefe, gilt der Frontwand besondere Aufmerksamkeit: Ihre farbliche Gestaltung sollte sich deutlich abheben von den hellen Seitenwänden. Sinn macht hier eine Fototapete als Blickfang.

Und der Erker? Sicher wird aus David kein Goliath, aber etwas größer wirkt das gemütliche Eck, wenn es heller tapeziert wird als die anderen Wände. Übrigens: Dieser Trick funktioniert auch bei Dachgauben.
Noch ein Tipp zum Tapetenkauf: Alle Rollen für einen Raum sollten die gleiche Fertigungsnummer tragen, sonst müssten Sie sich unter Umständen mit leichten Farbschwankungen herumschlagen. Und nun viel Spaß beim fröhlichen Mogeln.

Gewusst wie: Gut vorbereitet ist bereits tapeziert, das heißt, erst wenn der Untergrund sauber ist, kann es losgehen mit dem Tapezieren. Sind dabei Luftblasen entstanden? Einfach mit einer Spritze Kleister in die Beule drücken und dann mit der Rolle darüber rollen. Übrigens: Die frisch aufgebrachte Tapete trocknet am besten 18 Grad Celsius. Hitze und Durchzug sollte man dabei möglichst vermeiden.