Wenn der Abfluss mal verstopft ist, helfen Saugglocke, Hausmittelchen oder Rohrzange.

Das Wasser im Ausguss versickert nur langsam, aus dem Abfluss müffelt es unangenehm? Am besten lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen. Also keine festen Stoffe (Haare, Speisereste oder Sanitärartikel) in Spüle und WC entsorgen. Damit auch aus Versehen nichts in den Abfluss gerät, gibt es in Fachgeschäften für ein paar Cent Haarsiebe.
Gegen unangenehmen Geruch, gerade in Altbauten keine Seltenheit, hilft eine gelegentliche Sodaspülung: Zwei Esslöffel Soda (Drogerie) in den Abfluss geben, mit heißem Wasser nachspülen.

Hausmittelchen statt Chemiekeule
Handelsübliche Abflussreiniger belasten die Gewässer, und in Verbindung mit anderen Reinigungsmitteln können sich ätzende Chlorgase bilden.
Außerdem entwickeln sie oft Temperaturen bis zu 90 Grad, die Kunststoffteile an der Leitung verformen können. Bei einer Überdosierung kann es zudem im Rohr zu Klumpenbildung und steinharten Ablagerungen kommen. Probieren Sie es also lieber mit Bio- Produkten (leider oft weniger wirksam) oder gleich mit Hausmittelchen: Salz und Natron zu gleichen Teilen (jeweils 150 Gramm) in den Abfluss geben, etwas Wasser nachgießen, einwirken lassen und wieder mit Wasser spülen.

Mit Muskelkraft gegen Pfropfen
Sind die Verschmutzungen hartnäckiger, müssen Sie sie mechanisch entfernen. Dazu greifen Sie nur zur Saugglocke, auch „Pümpel“ genannt. Wenn Sie ihn ansetzen, sollte er knapp mit Wasser bedeckt sein (also entweder nachgießen oder ausschöpfen). Beim Waschbecken dichten Sie die Überlauföffnung mit einem Tuch ab. Nun mehrmals stoßweise pumpen, und die Ablagerungen lösen sich. Mit heißem Wasser können Sie das noch unterstützen. Hilft auch das nichts, müssen Sie den Siphon lösen und die Rohre reinigen.