Zwischen 12,9 und 15,7 Prozent liegen die Beiträge momentan. Ein Wechsel kann die Gesundheitskosten oft deutlich senken.

Seit einiger Zeit ist die neue Gesundheitsreform in Kraft. Ihr Hauptziel: die Senkung der Krankenkassenbeiträge. Von einem generellen Rückgang ist aber noch nichts zu spüren, einige Kassen haben sogar ihre Sätze erhöht. Für gesetzlich Versicherte ist der Wechsel zu einer anderen Kasse meist die einzige Möglichkeit, die Kosten zu senken.

Pro Jahr mehrere hundert Euro sparen
Die Leistungen der gesetzlichen Kassen sind fast identisch, bei den Beiträgen reicht die Bandbreite allerdings von 12,9 bis 15,7 Prozent des Bruttogehalts. Wer deutlich mehr als 14 Prozent für die Gesundheitskosten zahlt, sollte einen Kassenwechsel in Erwägung ziehen, raten Experten.
So würden bei einem Bruttolohn von 2000 Euro der Wechsel von der teuersten Kasse monatlich 28 Euro bringen, pro Jahr macht das 336 Euro. Wie viel für Sie drin ist, können Sie im Internet bei einem Vergleich errechnen lassen.

Die Kasse wechseln ist nicht schwer
Chronische Kranke und Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko sollten nicht nur auf den Beitragssatz schauen: Für sie können auch bestimmte Zusatzleistungen entscheidend sein. Für alle anderen bringt ein Wechsel, je nach Kasse, erhebliches Sparpotential.
Voraussetzung dafür: Sie müssen seit mindestens 18 Monaten Mitglied bei Ihrem jetzigen Krankenversicherer sein. Nach der schriftlichen Kündigung zum Monatsende können Sie die Kasse zwei Monate später verlassen. Spätestens zwei Wochen nach der Kündigung erhalten Sie eine Bestätigung, mit dieser können Sie dann die Mitgliedschaft in Ihrer neu gewählten Krankenkasse beantragen.