Zeit ist Geld. Gerade von Menschen, die sehr viel arbeiten und auch entsprechend verdienen, kennt man diese Aussage. Doch in letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, dass nicht nur die physikalisch nicht fassbare Zeit seinen Wert hat. Dasselbe, so scheint es, trifft mehr und mehr auf die Geräte zu, welche Zeit messen.

Doch nicht jedes dieser Zeitmessgeräte hat die Voraussetzungen, einmal richtig viel Geld wert zu sein. So sind Uhren als Wertanlage zwar hochinteressant, allerdings sollten Sie sich nur als Kenner heranwagen oder wenigstens einen Kenner Ihres Vertrauens zurate ziehen. Denn bei Chronographen spielen neben den abwägbaren Einschätzungen auch Prognosen und Vorhersagen eine große Rolle. Und die können bekanntlich danebenliegen.

Stellen Sie sicher, dass Sie richtige Informationen erhalten

Sollten Sie sich bereits etwas eingehender mit der Thematik “Uhren als Wertanlage” auseinandergesetzt haben, haben Sie vielleicht auch schon gehört oder gelesen, dass besonders für Rolex Chronografen hohe Beträge hingeblättert werden – angeblich.

Bei der Daytona in Stahl, 40 Jahre alt, ist dabei von bis zu knapp 100.000 Euro die Rede, die die Uhr mit dem Serienpreis von gerade einmal 900 D-Mark heute wert sein könnte. Zwar stimmt die Aussage zum Teil, aber eben nur zum Teil: es war eine Rolex Daytona, die Paul Newman in einem Film trug und die dann versteigert wurde. Dieses Exemplar brachte gut 90.000 Euro ein, nicht aber andere Uhren derselben Reihe. Gut, das mag jetzt ein extremes Beispiel sein, doch genau diese Aussagen beflügeln die Sammler.

Dennoch ist das Sammeln von Uhren als Wertanlage durchaus lohnend. Von Patek Philippe hat der Jahreskalender auf Auktionen schon bis zu 3,8 Millionen Euro erzielt. Schon beim Kauf können sich die Modelle dieses Herstellers als sehr gute Wertanlage herausstellen.

Manche Uhren sind noch gar nicht ausgeliefert und schon mehr wert

Die Jahreskalender mit einem Neupreis von circa 50.000 Euro und die Nautilus mit immer noch satten 30.000 Euro können schon als neue Uhren mit Preissteigerungen von 50 bis 100 Prozent aufwarten, und das, bevor sie der Käufer überhaupt in den Händen hält.

Ebenfalls Chrongraphen von Audemars Piguet. Die Schweizer Uhren-Manufaktur baut in einer Serie, der Royal Oak Offshore, erlesene Chronografen und widmet diese zeitgenössischen Persönlichkeiten. Dazu sind die Auflagen sehr streng limitiert. Solche Uhren können natürlich ebenfalls einen enormen Wertzuwachs verzeichnen, sind also perfekt als Wertanlage geeignet. Als Nichtfachmann wird es jedoch schwer, sich für die richtigen Marken und Modelle zu entscheiden. Wie gut Sie sich im Bezug auf Uhren auskennen, können Sie beim Uhren-Quiz des Manager-Magazins testen.

Achten Sie auf die Herstellung und Besonderheiten

Eine echte Rolex, das hat Magie. Dazu trägt auch das Firmenimage bei, denn die Verkaufszahlen der Edeluhren sind streng geheim. Natürlich hat auch der Name selbst schon eine gewisse Eigendynamik.

Ein weiterer Punkt, an dem Sie Uhren als Wertanlage einigermaßen sicher festmachen können, ist die Herstellung. Gerade die Manufakturen, welche die Kaliber, die Uhrwerke, selbst herstellen, stehen hoch im Kurs. Das ist auch die Meinung von Breitling, denn seit Neuestem hat Breitling damit begonnen, seine Kaliber ebenfalls selbst herzustellen.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass die Uhr-Manufakturen, welche Kaliber zukaufen, solche von renommierten Herstellern verwenden. Ansonsten ist es sehr schwer, eine spätere Wertsteigerung vorauszusagen.

Wer denkt, dass bei Rolex die Vollgold-Uhren gefragt sind, liegt falsch – es sind ausgerechnet die Stahluhren. Oder Sie erkundigen sich nach Trends. Auf der Baselworld waren dieses Jahr Retro-Designs besonders gefragt. Breitling ist dort übrigens auch mit dem ID Club (www.id-club.cc) vertreten, der einen besonderen Service für Kunden der Edelmarke bietet.

Alles in allem sind Uhren als Wertanlage durchaus lohnenswert, sie sollten aber Fachwissen besitzen und sich nicht auf „Ihr Auge“ verlassen. Denn manchmal sind gerade die unscheinbaren Modelle von schnell steigendem Wert. Technische Grundlagen und besondere Kenntnisse, welche Funktionen eine besonders große Wertsteigerung versprechen, sollten also Voraussetzung sein, wenn Sie planen, Uhren zu sammeln, um eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften.