Sicher die Rente genießen

Was genau ist denn „Betreutes Wohnen“
„Betreutes Wohnen“ oder „Wohnen mit Service“ nennen sich Wohnformen für ältere Menschen. Sie sind eine gute Alternative zum Pflege- oder Altenheim und ermöglichen ein selbstständiges, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden- mit Sicherheit und Service. Zusätzlich zur abschließbaren Wohnung können Senioren qualifizierte Hilfeleistungen und kompetentes Personal in Anspruch nehmen – sofern gewünscht.

Auf was sollte man bei der Anmietung achten?
Wer sich für „Betreutes Wohnen“ interessiert, sollte sich die Adressen möglicher Anbieter besorgen und die Wohnanlagen vor einer Entscheidung persönlich begutachten. Beim Besuch auf Folgendes achten:
- glatte Türschwellen und barrierefreie Auffahrrampen für Rollstühle (zum Beispiel im Eingansbereich)
- gut beleuchtete und einfach beschriftete Gänge ohne komplizierte Treppen/ steile Aufgänge
- stabile Handläufe auf den Fluren, in den Wohnungen und Gemeinschaftsräumen
- automatische Türöffner und – schließer sowie Wechselsprechanlagen
- wie viele Rollstühle problemlos in den Aufzug passen. Erfüllt die Einrichtung diese Anforderungen, kommt es bei der Ausstattung der Wohnung darauf an, das
- sie speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet ist, zum Beispiel mit Notrufanlage, behindertengerechtem Badezimmer, Haltestangen, Duschsitz, Badelift, erhöhtem Toilettenbecken, Toilettenhilfen
- ein Pflegebett sowie eine seniorengerechte Kücheneinrichtung zum Inventar gehören
- Kontakt zu Ärzten bestehen und das Personal rund um die Uhr ansprechbar ist

Kann sich die Wohnform jeder leisten
In der Regel ja. Die Kosten für betreute Wohneinrichtungen sind von Stadt zu Stadt und in den Bundesländern unterschiedlich. Außerdem ist der Preis abhängig vom Anbieter beziehungsweise Träger sowie von den Zusatzleistungen und vom Extrakomfort, den die Einrichtung bietet. Es gibt gehobene Standards mit Sauna, Schwimmhalle, Bowlingbahn oder Fitnessraum. Und es gibt normale Mietwohnungen mit Betreuungsservice. Die Preise liegen zwischen 3,80 und 6 Euro. Kaltmiete pro Quadratmeter. Hinzu kommen Betreuungspauschalen, zum Beispiel für die Notrufbereitschaft, die zwischen 30 und 45 Euro pro Monat betragen. Zusätzlich werden Neben- und Heizkosten berechnet, da die Bewohner Mieter und nicht Heimbewohner sind. Interessenten sollten vor Unterzeichnung des Mietvertrages darauf achten, dass er nicht „automatisch“ Betreuungsleistungen einschließt, die noch nicht benötigt werden.

Die Rente ist knapp- bekommt man Wohngeld?
Das kann gut sein! Denn: Senioren, die nur eine geringe Rente haben und aus ihrer Wohnung ins „Betreute Wohnen“ umziehen möchten, können im örtlichen Rathaus beziehungsweise der Gemeinde Wohngeld beantragen und einen Anspruch prüfen lassen.