Das wohl rasanteste Musical aller Zeiten! Starlight Express ist rekordverdächtig: Seit nunmehr 23 Jahren hat es mehr als 13 Millionen Zuschauer begeistert – und die Erfolgsgeschichte geht weiter.

Das von den Erfolgskomponisten Andrew Lloyd Webber komponierte Stück feierte seine Uraufführung am 27.März 1984 im Londoner Apollo Victoria Theater, drei Jahre später folgte die Premiere auf dem Broadway in New York.

Starlight Express Theater in Bochum

Aber auch die deutschen Zuschauer können das Musical Starlight Express seit einigen Jahren genießen. In Bochum wurde hierfür eigens die “Starlight-Halle” gebaut, die deutschsprachige Uraufführung fand am 12.Juni 1988 statt. Seitdem ist der Erfolg ungebrochen.

Über 60 Stundenkilometer schnell

Dabei kann man als Zuschauer schon ins Schwitzen kommen: Die Darsteller rasen mit über 60 Stundenkilometer über die Bühne und riskieren dabei so manchen waghalsigen Stunt. Die Special Effects sind ebenfalls atemberaubend, so erstrahlen am künstlich geschaffenen Abendhimmel über den Köpfen der Zuschauer 8.000 Sterne. Überhaupt hat alles gigantische Ausmaße – die Bühnenfläche ist 1.100 qm groß, wobei Laufbahnen mitten durch den Zuschauerraum führen und für Gänsehaut sorgen. Seit dem Jahr 2006 ist die Aufführung noch spektakulärer geworden. Der Darsteller “Greaseball” erhielt brennende Rollschuhe und die E-Lok “Elektra” sogar ganze Funkenfontänen.
Dominiert wird das Bühnenbild von einer neun Tonnen schweren Brücke, welche schwenkbar ist und es den Darstellern so ermöglicht, sich auf drei verschiedenen Ebenen zu bewegen.

Die Musikrichtungen sind genau so abwechslungsreich wie die verschiedenen Darsteller: Andrew Lloyd Webber spannt den musikalischen Bogen weit und verbindet Stile wie Elektro, Rock, Pop und Blues zu einem einzigartigen und unvergesslichen Klangerlebnis. Interessant ist hierbei, dass die verschiedenen Musikrichtungen auch einzelnen Darstellern passend zugeordnet worden sind: Die Dieselok “Greaseball” tritt mit Untermalung von Rock und Blues in Erscheinung, die avantgardistische “Elektra” mit Synthesizer-Akkustik. Bei der Dampflock “Rusty” – einem der Publikumslieblinge – erklingen hingegen poppige Balladen.

Der rasende Musicalerfolg wird noch lange weiterrollen.