Um einen einheitlichen Fugenabstand zu erhalten, werden die Fliesen mit Fliesenkreuzen im richtigen Abstand gehalten. So erscheint die Fuge im späteren Fliesenbild gleichmäßig.

Nachdem alle Fliesenkreuze entfernt wurden, wird die mit Wasser angerührte Fugenmasse diagonal zum Fugenverlauf aufgetragen. Dies geschieht mit einem Gummiwischer oder einer Fugscheibe. Sollte die Fuge beim ersten Verfugen nicht komplett aufgefüllt sein, sollte der Vorgang nach Bedarf wiederholt werden. Überschüssige Fugenmasse sollte jedoch gleich nach dem Auftragen diagonal zum Fugenverlauf abgezogen werden.

Nachdem die Fugenmasse in der Fuge ein wenig angetrocknet ist, wird das Fliesenbild mit einem Schwammbrett vorgewaschen. Hierzu wird das Schwammbrett in Wasser getaucht und abstriffen. Dann werden kreisende Bewegungen über dem Fliesenbild ausgeführt. Das Schwammbrett sollte nun gründlich gereinigt werden, damit der komplette Fliesenbelag sauber abgezogen werden kann. Dies sollte wieder diagonal zum Fugenverlauf geschehen. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass die Fugen nicht ausgewaschen werden. Um Unebenheiten im Fugenverlauf zu glätten bedient man sich eines Handschwammes. Dieser wird angefeuchtet und am Fugenverlauf entlanggezogen. Wurde zu viel Fugenmasse in die Fuge gebracht, lässt sie sich mit dem Handschwamm einfach entfernen, indem man darüber wischt.

Um zum Abschluss letzte feine Schlieren vom Fliesenbelag zu entfernen wird ein weiches, sauberes und trockenes Tuch verwendet, mit dem sich der letzte Nebel von den Fliesen abreiben lässt.

Sollen größere Flächen verfugt werden, ist es sicherer, die gesamte Fläche in mehrere Abschnitte zu unterteilen. Ansonsten könnten die zum Anfang verfugten Fugen schon zu sehr ausgetrockent sein, bevor man sie abzieht.

Im Handel erhältlich sind viele verschiedene Sorten und Farben an Fugenmörtel, u. a. feinkörnige Fugenmörtel, die ein glattes Fugenbild ergeben oder wasser- und schmutzabweisende Fugenmörtel, die besonders für Nass- und Feuchträume geeignet sind.