Auch wer sich über Jahrzehnte zu festen Zahlungen verpflichten will, kann zu einem stattlichen Vermögen im Alter kommen.

Renten-, Kapitallebensversicherungen und Riester- Verträge, das sind die Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge, von denen jetzt überall die Rede ist. Doch so gut einige dieser Angebote auch sind, alle haben den Nachteil, dass sich der Anleger oft über Jahrzehnte zu festen Zahlungen verpflichten muss.

Die meisten Anlagen sind viel zu unflexibel
Kann man sich seine monatlichen Beiträge nicht mehr leisten oder will vorher an sein Geld, drohen hohe Verluste. Bei Riester- Verträgen ist außerdem der ganze Staatszuschuss zurückzuzahlen. Und das droht jedem zweiten, der eine private Versicherung für den Ruhestand abgeschlossen hat. Denn lediglich die Hälfte aller Verträge wird planmäßig bis zum Ende durchgehalten.

Höhere Renditen als bei Versicherungen
Als gute Alternative bieten sich deshalb Sparpläne für Investmentfonds an, mit deutlich höherer Rendite als bei Versicherungen. Auch Bausparverträge, für die es vermögenswirksame Leistungen von der Firma und staatliche Zulagen gibt empfehlen Experten als echte Renditebringer mit bis zu 6,22 Prozent. Bei Versicherungen sind nur 2,75 Prozent garantiert. Nach frühestens sieben Jahren kann man sein Bauspargeld völlig frei verwenden, zum Beispiel es in eine andere Anlage für später einzahlen oder schon als Zusatzrente nutzen. Bauen muss keiner, aber Zulagen sowie Förderung darf man trotzdem behalten.

Ideal für alle, die schon älter als 50 sind
Weil bei Versicherungen eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren Standart ist, sind Bausparverträge ideal auch für Ältere, die noch schnell für die Zusatzrente sparen wollen.

Tipp: Alle Arbeitnehmer haben Rechtsanspruch darauf, dass ihre Firma eine Form betrieblicher Altersvorsorge anbietet. Also einfach mal nachfragen. Monatliche Beiträge werden durch die Firma vom Gehalt abgezweigt, auf diesen Teil des Gehaltes zahlen Sie keine Lohnsteuer. Am beliebtesten als betriebliche Altersvorsorge sind Lebensversicherungen. Außerdem gibt es noch Pensionsfonds und Unterstützerkassen. Beim Konkurs des Arbeitgebers ist das Geld der Mitarbeiter sicher. Es ist ihr Eigentum, nicht das der Firma. Bei einem Arbeitgeberwechsel kann die neue Firma in den alten Vertrag einzahlen.