Verträge richtig kündigen

Telefonieren wird zu teuer oder die Miete zu hoch? Dann nix wie raus aus dem Vertrag. Doch es gibt ein paar Fallen die Sie kennen sollten.

Zwei Wochen, ein Monat, zwei Jahre: Egal ob Sie als Verbraucher kündigen, reklamieren oder widerrufen wollen, immer sind festgelegte Fristen einzuhalten.

Der Kauf ist nicht immer widerrufbar
Wer aus dem Katalog oder im Internet bestellt, darf den Kauf innerhalb von zwei Wochen rückgängig machen. Grund: man soll Zeit haben, die Ware zu prüfen. Das gilt seit kurzem auch für Geldgeschäfte im Internet. Unter besonderem Schutz steht auch der Kauf an der Haustür, auf der Straße und bei Kaffeefahrten. Denn der Vertreter kommt unangemeldet, oder es fehlt die Zeit zum Nachdenken. Darum kann man solchen Verträgen ebenfalls binnen zwei Wochen zurücktreten.

Wird bei einer großen Anschaffung (zum Beispiel Möbel) Ratenzahlung vereinbart, kann man es sich auch innerhalb zwei Wochen anders überlegen. Das gleiche gilt, wenn der Kauf mit einem Kreditvertrag verbunden ist, wie oft beim Auto- Erwerb.
Aus Handy- Abschlüssen die meist zwei Jahre laufen, kommt man nur ausnahmsweise früher heraus. Etwa wenn der Netzbetreiber die Tarife erhöht. Sonst muss man die Mindestlaufzeit abwarten. Wichtig dabei: Rechtzeitig kündigen (Frist laut Vertrag), sonst droht automatische Verlängerung!

Mehr Flexibilität für alle Mieter
Mieter können Verträge seit geraumer Zeit generell mit dreimonatiger Frist kündigen. Ausnahme: Im Vordruck wurde etwas gestrichen und eine andere Frist hineingeschrieben. Dann gilt diese.
Auch Ratenkredite kann man beenden, etwa für eine Umschuldung. Das geht aber frühestens drei Monate nach Abschluss und mit einer Frist von 12 Wochen. Nachteil: Man muss dann den ganzen noch offenen Kreditbetrag zurückzahlen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erstattet. Anders ist bei Baukrediten. Hier kommt man erst Ende der Zinsbindung heraus.

Achten Sie auf Termine:
Wochenende: Fällt der letzte Fristtag auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, verlängern sich Widerrufsfristen bis zum nächsten Werktag. Für Kündigungen gilt das nicht- Samstage zählen da voll.
Beweisen muss der Kunde die Einhaltung der Limits. Statt eines normalen Briefs deshalb besser Einschreiben schicken.