Bei der Anzahl derjenigen, die freiberuflich, selbstständig oder gewerblich tätig ist, ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Sie verkaufen Waren oder Produkte und bieten Dienstleistungen an.
Wer eine Leistung erbringt, möchte dafür natürlich die vereinbarte Bezahlung haben. Was aber, wenn der Kunde nicht zahlt?

Steht das Thema Mahnung im Raum, so tun sich viele Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbstständige schwer.
Dabei ist es gar nicht so kompliziert, eine Mahnung so zu formulieren, dass sie die Forderung deutlich macht.

Unterschiedliche Formulierungen

Je nach Mahnstufe kommen unterschiedliche Formulierungen für das Mahnschreiben in Betracht.

Wer seine erste Mahnung schreibt, wird sicherlich noch ein wenig verständnisvoller sein als jemand, der bereits die letzte Mahnung verfasst und inzwischen doch recht dringend auf sein Geld wartet.

Außerdem macht es einen Unterschied, um welchen Betrag es sich handelt.

Während geringe Beträge durch andere laufende Einnahmen vielleicht noch kompensiert werden können, bringen hohe ausstehende Summen den Unternehmer an den Rand der Existenzkrise.

Außerdem muss bedacht werden, ob es sich um einen Kunden handelt, mit dem ein einmaliges Geschäftsverhältnis eingegangen wurde oder ob sich der Kunde bereits in langen Jahren als vertrauenswürdig erwiesen hat und ob mit diesem auch weiterhin zusammengearbeitet werden soll.

Sicher wird gegenüber Bekannten eine Mahnung deutlich freundlicher ausfallen, als gegenüber einem Fremden.
All diese Punkte gilt es bei der Formulierung zu bedenken.

Standard oder ausgefallen?

Das Standard-Mahnschreiben zeichnet sich durch Höflichkeit, Sachlichkeit und einen moderaten Ton aus.

In der zweiten und dritten Mahnstufe kann es sicherlich ein wenig fordernder sein, es wird aber nicht aggressiv oder dreist formuliert. Dies ist eher bei locker formulierten und originellen Mahnungen möglich. Die saloppe Schreibweise eignet sich gut für Mahnungen, die an Bekannte versandt werden und sie werden häufig von Menschen verschickt, die in der Kreativbranche tätig sind.

Hier ist ein solcher Ton durchaus erlaubt. Durch die Formulierung kann der Gläubiger sozusagen seine Muskeln spielen lassen. Eine sinnvolle Ergänzung kann ein Antwortcoupon sein, bei dem der Schuldner die für ihn zutreffende Aussage einfach nur noch ankreuzen muss.

Dies ist zwar eher ungewöhnlich, entlockt dem Schuldner aber sicherlich ein Augenzwinkern und bringt ihn schneller zu der gewünschten Aktion: dem Anweisen des Fehlbetrags.

Noch ein letzter Tipp

Das Mahnschreiben sollte persönlich formuliert werden, mit einer direkten Ansprache des Zuständigen sowie mit einer persönlichen Grußformel.

Vielleicht findet sich ein verbindendes Erlebnis, damit kann ein Mahnschreiben individuell erstellt werden.

Im Idealfall wird dem Schuldner damit ein Lächeln entlockt und er fühlt sich nicht gemahnt, sondern einfach nur erinnert. Allerdings darf nie vergessen werden, dass es sich nach wie vor um ein Mahnschreiben handelt. Wenn der Schuldner damit in Verzug gesetzt werden soll, so muss das Schreiben den entsprechenden offiziellen Charakter behalten.

Ein Gastbeitrag von:
Erfolg-als-Freiberufler.de