Der Wettbewerb der Kreditinstitute untereinander ist heute so hart geworden, dass einige Banken versuchen, mit vermeintlich besonders günstigen Angeboten zu locken, bei denen die Einschränkungen jedoch dann im Kleingedruckten beziehungsweise in Fußnoten aufgeführt werden. Rein rechtlich ist so etwas nur in begrenztem Umfang zulässig, viele Kunden lesen sich jedoch die Bedingungen bei Eröffnung des Kontos nur sporadisch oder sogar überhaupt nicht durch.

Und so wird es den Kreditinstituten häufig leicht gemacht, dem Kunden ein Kontomodell zu verkaufen, das nur auf den ersten Blick die versprochenen Bedingungen bietet, bei genauerem Hinsehen allerdings mit zahlreichen versteckten Haken aufwartet. Damit Ihnen das nicht passiert, führen wir nachfolgend die wichtigsten Tipps und Tricks auf, mit denen Sie Angebote mit versteckten Kosten und Haken leicht identifizieren können. Hilfreich für einen ersten Vergleich sind dabei Angebote wie auf http://www.online-girokonto.net/girokonto-vergleich/.

Die wichtigste Regel haben wir bereits angesprochen: Lesen Sie unbedingt das Kleingedruckte bzw. die Bedingungen zur Kontoeröffnung genauestens durch – von Anfang bis Ende. Allerdings kann es dabei ein Problem geben: Banken sind mitunter sehr geschickt darin, eigentlich eindeutige Fakten durch eine möglichst vertrackte Formulierung zu verschleiern. Scheuen Sie sich nicht davor, den Bankberater mit Fragen zu löchern, wenn Sie etwas in den AGB nicht verstehen. Bei Direktbanken muss man dazu meist eine telefonische Hotline kontaktieren, diese sollte aber nach Möglichkeit kostenlos sein.

Ein guter Tipp ist auch, nach Kundenmeinungen über das betreffende Kreditinstitut im Internet zu suchen. Die soziale Vernetzung im Web ist heute so weit fortgeschritten, dass man zu fast jedem Unternehmen und jedem Produkt zahlreiche Meinungsäußerungen findet. Achten Sie jedoch darauf, die Meinungen zu diversifizieren, das bedeutet, nicht der erstbesten Äußerung zu glauben, sondern einen Trend aus mehreren Meinungen herauszulesen. Zahlreiche Portale bieten inzwischen die Möglichkeit, Angebote nicht nur zu bewerten, sondern online seine Meinung zu äußern. Besonders zahlreich wird das derzeit bei den allseits beliebten Tagesgeldkonten vorgenommen. So kommen z.B. für den aktuellen Spitzenreiter im Vergleich des Finanzportals Tagesgeld.info, das MoneYou Tagesgeld, unter http://www.tagesgeld.info/tagesgeld/moneyou-tagesgeld/ fast täglich Kundenfragen, die von der Redaktion beantwortet werden.

Achten Sie außerdem auf die Kündigungsbedingungen. Angebote mit versteckten Haken können meist nicht ohne weiteres und sofort gekündigt werden, sie sind fast immer mit irgendwelchen Fristen verknüpft. Einige Kreditinstitute verlangen gar eine Entschädigungszahlung, wenn das auf dem Konto befindliche Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraums dem Konto wieder entnommen wird. Diese Zahlung soll dann die entgangenen Zinsgewinne für das Kreditinstitut kompensieren. Nach Möglichkeit sollte das kostenlose Girokonto also jederzeit ohne irgendwelche Verpflichtungen gekündigt werden können.

Generell gilt natürlich: Setzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein. Prüfen Sie jedes Angebot kritisch. Ist es wirklich möglich, dass gerade dieses Kreditinstitut ein umfassendes Paket bzgl. eines kostenlosen Girokontos mit EC-Karte, Kreditkarte, kostenlosen Transaktionen etc. anbietet? Kann die Bank Ihrer Meinung nach damit noch irgendeinen Gewinn machen? Falls Sie nicht dieser Meinung sind, sollten Sie das Angebot genauestens prüfen – meistens findet sich in diesem Fall irgendwo ein entsprechender Haken. Vorsicht geboten ist bei Angeboten aus dem Ausland. Wer hier die Konditionen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen des betreffenden Unternehmens nicht komplett versteht, sollte besser die Finger vom Angebot lassen. Wenn Sie das partout nicht wollen, sollten Sie zumindest einen versierten Übersetzer engagieren, der Ihnen hilfreich unter die Arme greift und das Kleingedruckte für Sie übersetzt. Bei den Angeboten ausländischer Banken kommt außerdem das Risiko von Währungsschwankungen hinzu. Das bedeutet konkret: Wird das Konto in einer anderen Währung geführt, könnte es durchaus passieren, dass einmal erzielte Zinsgewinne durch die Schwankungen der betreffenden Währungen mit einem Schlag wieder zunichte gemacht werden. Natürlich funktioniert das Ganze auch umgekehrt: In Zeiten positiver Währungsentwicklungen kann der Kontoinhaber durch die Währungsschwankungen zusätzliche Gewinne erzielen.