Noch nicht so populär bekannt bei den Betreuungsformen älterer Menschen ist die 24 Stunden Betreuung. Sie hat viele Vorteile, die eine stationäre oder ambulante Versorgung nicht bieten können. Neben medizinischer und pflegerischer Betreuung, ist eine 24 Stunden Pflegekraft auch eine hauswirtschaftliche Hilfe rund um die Uhr.

Die 24 Stunden Betreuung ist eine Art der häuslichen Pflege. Der Senior kann zu Hause wohnen bleiben, was mehr Komfort und ein besseres Betreuungsumfeld garantiert. Wie eine Ambulante Pflege unterstützt die 24 Stunden Pflegefachkraft den Senior, mit dem Unterschied, dass die Kraft in die Wohnung des zu Pflegenden miteinzieht. Normalerweise ist diese Form der Betreuung auf drei Monate ausgelegt, kann aber auch verlängert werden.

Intensives Verhältnis für bessere Pflege

Zwischen Betreuer und Betreutem ergibt sich durch die Nähe des Zusammenwohnens ein meist freundschaftliches Verhältnis. Die innige Bindung erleichtert die Pflege, zum Beispiel bei der täglichen Hygiene. Die Pflegekraft ist auch Gesprächspartner, bei Unternehmungen mit dabei und hilft bei täglichen Schwierigkeiten, wie Botengängen oder Entscheidungen. Die Kosten belaufen sich auf durchschnittlich 1500 bis 2500 Euro im Monat inklusive Kost und Logi. Der Tag einer 24h Betreuung gliedert sich in drei mal acht Stunden. Acht Stunden gelten der Pflege des Seniors, Acht Stunden sind Bereitschaftsdienst und weitere acht Stunden sind Ruhezeit. Natürlich kann die Kraft in der Bereitschaftsphase auch eigene Dinge unternehmen, wie Termine wahrnehmen oder zum Frisör gehen.

Neben deutschen Pflegekräften haben sich vor allem Fachleute aus dem osteuropäischen Ausland für diese Form der Betreuung etabliert. Die Vermittlung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit oder eigene Vermittlungsagenturen.