Optionsscheine gehören zur Klasse der Derivate, was bedeutet, dass sie nicht unbedingt den leichtesten Einstieg in die Welt der Investments darstellen. Aufgrund der großen Chancen beim Handel mit Optionsscheinen lohnt sich ein detaillierter Blick dennoch. Anlaufpunkte dafür gibt es viele, beispielsweise der Investor Verlag, wo Sie alle Informationen darüber finden, wie Sie mit Optionen richtig handeln. Schon am Anfang werden Ihnen dabei einige Begriffe begegnen, die Sie vermutlich bereits gehört haben, ohne jedoch zu wissen, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Die wichtigsten Wörter sollen deswegen in aller Kürze erklärt werden.

Put, Call, Short, Long – alles auf Griechisch

Einer der größten Vorteile von Optionsscheinen ist ohne Frage, dass auch bei fallenden Kursen Gewinne erzielt werden können. Das ist jedoch nur mit den entsprechenden Optionsscheinen möglich. Kurzum: Optionsscheine unterteilen sich grundsätzlich in Kauf- und Verkaufsoptionen, deren Prinzip exakt gleich ist, die jedoch auf entgegengesetzte Kursbewegungen abzielen.

Eine Call-Option, auch Long genannt, steht dabei für die Kaufoption. Mit Calls wird auf steigende Kurse gewettet, während Puts von fallenden Kursen profitieren. Das Prinzip dahinter basiert auf dem Kaufrecht, das es ermöglicht, Optionen in der Zukunft zu vorher festgelegten Preisen zu handeln und durch den Kursunterschied Gewinn zu erzielen.

Dieser Handel wird allerdings praktisch nie wirklich vollzogen; aus Gründen der einfachen Handhabung werden einfach die Kursunterschiede berechnet, woraus sich wiederum die Rendite ergibt. Dabei müssen allerdings noch weitere Faktoren, wie die Restlaufzeit, beachtet werden, die dem Optionsschein eine zusätzliche Facette verleihen.

Unbedingt empfehlenswert: der Simulator

Schon beim traditionellen Aktienhandel wird Einsteigern häufig empfohlen, zunächst mit einem Simulationsdepot zu üben. Für die ungleich komplizierteren Optionsscheine gilt das natürlich erst recht. Die Vorteile des Simulators betreffen im Grunde genommen alle Aspekte des Optionshandels, angefangen bei der Geschwindigkeit, mit der die Schwankungen stattfinden bis hin zu den Auswirkungen des Hebeleffekts, aus dem sich wiederum Gewinne und Verluste ergeben. Auch das benötigte Startkapital kann im Simulator kostenlos genutzt werden; es ist schließlich bekannt, dass der Handel mit Optionsscheinen nur mit einem soliden Startkapital, das auch anfängliche Verluste abfangen kann, Sinn macht.