ERP für Enterprise Resource Planning ist ein softwaregestütztes System, das die Unternehmensprozesse aus Sicht der Produktion, Warenwirtschaft, des Vertriebs, der Personalplanung sowie des Finanzwesens abbildet. Betriebsmittel inklusive sämtlicher Güter sollen effizient eingesetzt werden, zudem geht es um die Verknüpfung aller Prozesse, die am ehesten mit einer ERP Software herzustellen ist. Da verstärkt auch KMU auf softwaregestützte Lösungen setzen, macht sich für diese ein ERP Vergleich erforderlich.

ERP Software in KMU

ERP-Systeme, deren Herkunft aus der Warenwirtschaft abgeleitet wird, wurden seit den 1990er Jahren zunächst für Großunternehmen konfiguriert. Ein weltweit führender Anbieter ist beispielsweise SAP, für den Konzern stellen ERP-Systeme das Kerngeschäft dar. Da sich Unternehmen grundlegend unterscheiden, sind die Customizing-Prozesse bei der Implementierung eines ERP-Systems gewöhnlich sehr hoch, das heißt, die Lösung wird nicht fertig geliefert, sondern an Kundenbedürfnisse angepasst. Das erschwerte zunächst den Einsatz in KMU, weil die Migrationskosten gegenüber anderen Softwarelösungen überproportional hoch sind. Inzwischen können jedoch KMU auf ERP-Systeme kaum noch verzichten, parallel haben sich diese zu schlankeren, modularen Lösungen hin entwickelt, die häufig als SaaS (Software-as-a-Service) in der Cloud betrieben und somit vermietet werden. Diese Entwicklung ist jedoch noch sehr jung, sie begann 2011 und entwickelt sich gegenwärtig rasant. Das macht die Implementierung einer ERP Software ab sofort für KMU sehr interessant.

Worauf zielt die ERP Auswahl?

KMU, die in Deutschland als Unternehmen unter 500 Mitarbeiter und 50 Millionen Euro Jahresumsatz definiert sind, müssen auf die Kosten schauen. Das Customizing (Anpassung an Kundenbedürfnisse) ist im ERP-Bereich nach wie vor nicht zu vernachlässigen, was bei den unterschiedlichen Unternehmensstrukturen verständlich erscheint. Bei einem ERP Vergleich sollten sich die Unternehmen fragen, was sie benötigen. Grundfunktionen sind die Waren- beziehungsweise Materialwirtschaft, das Rechnungswesen, Produktion & Controlling, Personalwirtschaft und Finanzwesen. Eine CRM-Schnittstelle sollte existieren, viele ERP-Systeme enthalten auch die meisten CRM-Funktionen (Customer Relationship Management, alles um Kundenbeziehungen, Marketing und Vertrieb). Da ERP-Systeme grundlegend modular aufgebaut sind, sollte anfangs eine genügende, nicht zu schlanke, aber auch keinesfalls zu teure Lösung präferiert werden, die in jedem Fall erweitert werden kann.