Champagner ist unter den Getränken etwas Besonderes. Allein der Name verspricht bereits Luxus, Exklusivität und Genuss auf Höchstniveau. Einige Schaumweine versuchen seine ausgezeichnete Qualität zu erreichen, können diesen König unter den Weinen jedoch nicht von seinem Thron stoßen. Er bleibt eine Klasse für sich.

Die Bezeichnung Champagner stammt aus dem Französischen und ist markenrechtlich geschützt. Alle anderen Schaumweine müssen je nach Herstellungsart und Ursprungsland als Sekt bezeichnet werden. Die durch Flaschengärung erzeugten Schaumweine heißen in Luxemburg und Frankreich Vin Mousseux bzw. Crémant. In Spanien werden sie als Cava bezeichnet und in Italien mit dem Wort Spumante betitelt. Die einst in der Sowjetunion als Schampanskoe bezeichneten Schaumweine werden heute in Russland und in der Ukraine mit dem Namen Igristoje Wino versehen. Einige der Perlweine erreichen eine erstaunlich gute Qualität.

Schaumweine, die sich als Champagner vorstellen dürfen, unterliegen sehr strengen Vorschriften bezüglich der Herstellung. Durch unabhängige Ausschüsse wird die Einhaltung dieser Regeln stetig überprüft. Zu ihnen zählt die einwandfreie Herkunft aus einem streng abgegrenzten Anbaugebiet, welches in dem französischen Weinbaugebiet Champagne liegen muss. Ferner existieren gewisse Anbauvorschriften, Ertragsbeschränkungen, obligatorische Handlese, Flaschengärung, Mindestlagerzeit auf der Hefe, Verbot des Transvasierverfahrens sowie eine schonende und unmittelbare Pressung. Dadurch entsteht ein Schaumwein der Extraklasse, dessen herausragende Qualität und Schönheit sich häufig auch im Preis niederschlägt. Beim ihm stehen Rasse, Eleganz und Feinheit vor dem Ertrag an Menge.

Getrunken werden die perlenden Schaumweine gerne zu besonderen Anlässen wie Einweihungen, Geburtstagen oder Hochzeiten. Einige bevorzugen zudem ein Gläschen dieses Getränkes ab und zu im Alltagsleben, um der Einförmigkeit einen prickelnden Hauch zu verleihen.