Ein neues Einrichtungsprinzip macht die Runde und erobert die Möbelmärkte, vor allem jene, die Möbel zum Mitnehmen anbieten: das Prinzip „Möbel to go“. Während in Deutschland traditionell die Sesshaftigkeit einen hohen Stellenwert besitzt und sich jeder tendenziell eher dort Arbeit suchte, wo er wohnt, war das im viel gepriesenen Amerika schon immer so, dass jeder dort wohnte, wo er Arbeit fand. Ein neuer Arbeitsplatz? Schnell wurde alles zusammengepackt und am neuen Arbeitsort fand sich sofort eine neue Bleibe. Möbel, die sich zum schnellen Umziehen eignen, waren gefragt – eben Möbel „to go“.

Flexibilität oberstes Prinzip

Und in Deutschland? Auch hier gibt es inzwischen eine Generation, die die Flexibilität zu schätzen gelernt hat. Insbesondere die Studenten wechseln des Öfteren den Studienort. Dazu kommt, dass sie meist keinen Wert auf besonders anspruchsvollen Wohnraum legen, zumal sie sich diesen auch kaum leisten können. Da kommt das Prinzip Möbel „to go“ gerade richtig.

Möbel „to go“ – das sind keine Wegwerfmöbel, die angeschafft und vor dem nächsten Umzug einfach im Müll entsorgt werden. Sie können durchaus haltbar sein – und sogar so gut aussehen, dass sie auch später noch in der Wohnung ihren Platz finden. Verschiedene Eigenschaften müssen sie in sich vereinen: Sie müssen leicht zu transportieren sein, sie müssen möglichst universell einsetzbar sein, sie sollten faltbar oder stapelbar sein und sie müssen sich ohne Werkzeuge zusammenbauen und aufstellen lassen.

Was gibt es da zu finden? Das Regal, das sich aus einzelnen Elementen leicht zusammenstecken lässt. Der Hocker, der nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Küche oder vor dem Schreibtisch als Sitzplatz dient. Der Schrank in Kofferform, der nicht nur Kleidung aufnimmt, sondern auch andere Utensilien. Der Stuhl, der einfach zusammengefaltet und Platz sparend in der Ecke steht, wenn er nicht gebraucht wird. Doch ob nun Luxusloft in New York oder Studentenwohnungen in Schwäbisch Hall – auch die Optik muss ein kleines bisschen ansprechen.

Und das Bett? Da waren die Studenten schon immer schnell beim Improvisieren. Eine Matratze auf dem Boden war da ausreichend.