Schaut man sich die Entwicklung der Bauzinsen in den letzten Wochen genauer an, so fällt auf, dass die Kosten für Baudarlehen sich nach wie vor auf einem Rekordtief befinden. So lassen sich Baudarlehen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren heute bei entsprechender Bonität schon für Zinssätze von deutlich unter 3% p.a. realisieren. Darüber hinaus bieten immer mehr Banken auch sehr lange Zinsbindungen für attraktive Zinssätze an, was Planungssicherheit für bis zu 30 Jahre schafft. Laut einer Erhebung in der März-Ausgabe (2012) der Zeitschrift „Finanztest“ sind bei einer Zinsbindung von 30 Jahren aktuell Zinssätze von 3,70/ p.a. möglich. Diese Entwicklung bringt natürlich optimale Voraussetzungen für den Kauf oder den Bau einer Immobilie mit sich. Gerade deshalb sollen nun einige interessante Fakten zu dieser Thematik aufgezeigt werden, um potenziellen Immobilienbesitzern einige Tipps mit auf den Weg zu geben.

Immer lieber tilgen als Kapital ansparen

Um die Kosten für den Immobilienerwerb möglichst gering zu halten, sollte man seine finanziellen Mittel möglichst zielgerichtet einsetzen. Im Regelfall ist es nicht lohnend, Kapital anzusparen, während man gleichzeitig einen Baukredit abzahlen muss. Die Banken verlangen langfristig betrachtet nämlich immer höhere Kreditzinsen als sie für Spareinlagen an Anleger zahlen. Natürlich mag dies in Einzelfällen anders aussehen, aber grundsätzlich lohnt es sich eher, das zusätzliche Kapital für die Tilgung des Baudarlehens zu verwenden. Wer zudem eine Immobilienfinanzierung mit kostenfreien Sondertilgungen gewählt hat, kann auch bei unerwarteten Geldeinnahmen zwischendurch die Kreditsumme deutlich absenken.

Mit hohen Tilgungsraten weitere Zinskosten einsparen

Durch das niedrige Zinsniveau kommen aktuell sogar Menschen in die Situation, sich ein Eigenheim leisten zu können, die sonst eigentlich keine Chance dazu hätten. Wer aufgrund der Zinseinsparungen jedoch die Ratenhöhe für seinen Immobilienkredit deutlich senken könnte, sollte lieber einen höheren Betrag in die monatliche Tilgung stecken. Eine anfängliche Tilgung von 2% statt 1% der Darlehenssumme verringert die Zeit bis zur kompletten Tilgung des Darlehens erheblich und senkt auf diesem Weg auch die Zinskosten stark ab. Somit wäre man wesentlich schneller schuldenfrei und kann in vollen Zügen seine Immobilie genießen.

Mit langen Zinsbindungen die günstigen Zinsen sichern

Gerade weil die Bauzinsen aktuell so niedrig liegen, sollte man diese Situation ausnutzen und eine lange Zinsbindungsfrist vereinbaren. Wer beispielsweise eine Frist von 30 Jahren und eine anfängliche Tilgung von 2% wählt, kann seine Baufinanzierung in einigen Fällen mitunter ohne eine Anschlussfinanzierung komplett abzahlen. Die Kosten bleiben dabei stets gleich, sodass man von Anfang an entsprechend planen kann. Eine solch komfortable Situation wie in den letzten Jahren gab es für potenzielle Hausbesitzer bisher noch nie, sodass sich ein entsprechender Einstieg durchaus lohnen könnte. Trotzdem sollte man die eigene Baufinanzierung stets detailliert planen, um letztlich keine Fehler zu machen, die später zu teuren Konsequenzen führen können.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auf www.immobilienfinanzierung.com.