Sauberkeit ist im Bett besonders wichtig. Stundenlang hat der Kopf engen Kontakt mit dem Kissen, und der Körper liegt in einer Art Höhle mit speziellen Mikroklima. Klar, dass man da die Bettwäsche regelmäßig wechselt: am besten alle zwei Wochen, wer stark schwitzt, auch öfter.

Lüften, lüften und nochmals lüften
Aber trotz schützender Wäschehülle werden Steppbett, Kissen und Matratzenauflage stark beansprucht. Einen halben Liter Flüssigkeit verliert der Körper pro Nacht, und die wandert erst einmal in den Bettbezug. Es ist zwar bequem, das Bett morgens nur etwas glatt zu zupfen (Tagesdecke drüber, und schon sieht es im Schlafzimmer ordentlich aus). Aber auch grundverkehrt. Täglich gut lüften ist wichtig. Nur so kann die gespeicherte Feuchtigkeit wieder entweichen. Federn, Daunen und Kunstfasern werden vorher aufgeschüttelt. Hingegen Naturhaarprodukte wie Wolle, Seide, Kamelhaar kommen nur an die Luft. Grund: Die Haare sind zu Vliesen verarbeitet, und diese könnten beim Aufschütteln reißen.
Praktisch für die Nacht ist übrigens ein Pyjama: Der nimmt schon einen Teil der Feuchtigkeit auf.

Regelmäßige Grundreinigung
Alle paar Jahre ist über die tägliche Pflege hinaus eine gründliche Reinigung fällig. Bettzeug mit Naturhaarfüllungen gehört in Profihände. Polyester, Mikrofaser und Baumwolle können Sie mit Feinwaschmittel selbst in der Maschine waschen. Auch einige Daunenfüllungen vertragen die Reinigung in Eigenregie. Prüfen Sie vorher, ob alle Materialien waschbar (Pflege- Etikett) und die Nähte dicht sind.
Ist die häusliche Waschmaschine für Kissen und Decke zu klein, weichen Sie in den Münzwaschsalon aus: Hier gibt es größere Trommeln und Trockner. Für frische Bauschkraft einen Tennisball mit in den Tümmler stecken.

Hausstaubmilben bleiben draußen
Für Hausstaub- Allergiker ist nicht nur die Betthygiene ganz besonders wichtig, sondern auch das Material an sich. Sie reagieren auf den Kot von Milben, die unter anderem auch im Bett wohnen. Um nächtlichen Kontakt möglichst zu vermeiden, gibt es so genannte Incasings, die Decken und Matratze milbendicht ummanteln.
Als Tabu galten für Allergiker lange Zeit Federn- und Daunenfüllungen. Inzwischen gibt es Decken und Kissen, deren Inlett so dicht gewebt ist, dass die Milben gar nicht erst eindringen können. Sie tragen das so genannte Nomite- Zertifikat. Außerdem können Sie diese Federbetten bei 60 Grad waschen.

Verschiedene Füllmaterialien:

Baumwolle: Preiswert, leicht zu waschen. Kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Täglich lüften, wenn Sie die Decke nur als Sommerdecke benutzen. Vor dem Einlagern waschen. Baumwolle kann bei 60, zum Teil auch 90 Grad gewaschen werden. Pflegehinweise beachten.
Daune/ Feder: Besonders kuscheliges Material. Je höher der Daunenanteil, desto wärmer, leichter und teurer. Täglich aufschütteln und lüften. Dabei pralle Sonne und feuchte (Nebel, Regen) meiden. Kissen alle drei, Decken alle fünf Jahre reinigen lassen oder, wenn möglich selbst waschen.
Kunstfaser: Fasern wie zum Beispiel Quallofill sind atmungsaktiv, leicht und halten trotzdem warm. Gut für Allergiker. Sind die Fasern zu einem Flies verarbeitet, nur lüften. Faserbällchen dürfen Sie auch schütteln. Kunst- und Mikrofasern können gemäß des Pflegehinweises in der Maschine gewaschen werden.