Zurzeit wird in den Medien viel über den demographischen Wandel und seine Auswirkungen berichtet. Denn der Deutsche wird im Allgemeinen immer älter. Laut den Prognosen des statistischen Bundesamtes wird 2050 jeder 8. Bürger über 80 Jahre alt sein. Damit steigt unweigerlich auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung können aber bereits heute die Kosten nicht voll abdecken, sodass eine Versorgungslücke entsteht. Diese muss selbst finanziert oder auf die Angehörigen umgelegt werden. Das wird sich in Zukunft noch verschärfen, da nicht nur mehr Alte zu versorgen sind, sondern aufgrund des Geburtenrückgangs auch immer weniger Einzahler die Kasse füllen. Deshalb ist es wichtig, selbst Vorsorge zu treffen. Das Angebot ist dahingehend auch reichlich. Doch hierbei ist zu beachten, dass es verschiede Modelle der Absicherung gibt, die sich im Leistungsumfang teils erheblich voneinander unterscheiden.

Wann lohnt sich der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung?
Wohl kaum jemand möchte sich in jungen Jahren mit dem Gedanken der eigenen Pflegebedürftigkeit auseinandersetzten. Doch gerade wer frühzeitig in eine private Pflegezusatzversicherung investiert, kann mit niedrigen Beiträgen rechnen. Zudem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, zu erkranken. Da die meisten Versicherungen einen ausführlichen Gesundheitsstatus des Antragstellers verlangen, besteht zum einen die Gefahr, sehr hohe Beiträge als Risikozulage in Kauf nehmen zu müssen, zum anderen kann es auch zu einer generellen Ablehnung der Police kommen.
Beachtet werden sollte weiterhin, dass die monatlichen Raten nicht zur finanziellen Belastung werden. Denn sollte der Versicherungsnehmer die Police kündigen, verfallen die bereits eingezahlten Beiträge. Es besteht nicht die Möglichkeit einer Auszahlung. Doch in welcher Höhe sollte die Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden?

Pflegekostenanalyse bewahrt vor Unterversicherung
Die Höhe der späteren monatlichen Auszahlungsbeträge der jeweiligen Versicherung muss bereits in der Police festgesetzt werden. Um eine Unterversorgung zu vermeiden, ist es also von Bedeutung, die durch Pflegeleistungen entstehenden Kosten zu kennen. Generell ist es schwierig anhand heutiger Kosten eine Summe festzulegen, da gewöhnlich durch Faktoren wie die Inflation und sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen, eine Preissteigerung zu erwarten ist. Der Einbau einer Dynamik sollte daher unbedingt in das Versicherungsprofil integriert sein. Weiterführende Informationen zu den Arten der Pflegezusatzversicherung und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung finden Sie auch unter www.pflege-test.de/pflegezusatzversicherung und http://www.pflege-test.de/pflegeversicherung.