Nachdem die KFZ-Versicherer jahrelang versuchten, sich mit Billigangeboten gegenseitig zu übertrumpfen, werden die Beiträge in diesem Jahr erstmals steigen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft rechnet damit, dass insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen aufgrund der steigenden Prämien die Versicherung wechseln werden. Man geht von Beitragserhöhungen von ca. ein bis zwei Prozent aus, obwohl die große Wechselbewegung natürlich für viele Anbieter wieder ein Grund ist, die Beiträge möglichst verlockend zu gestalten. Betroffen von den Beitragserhöhungen sind Langzeitkunden im gleichen Maße wie Neukunden.

Wer durch die Erhöhungen über einen Wechsel der KFZ-Versicherung nachdenkt, sollte diese zunächst gründlich vergleichen, denn gleiche Leistungen können enorme Preisunterschiede bei verschiedenen Versicherern ausmachen. Teuerstes und billigstes Angebot können bis zu 100 Euro auseinander liegen, wie jüngst Stiftung Warentest feststellen musste. Informieren sie sich über die verschiedenen Leistungen und zugehörige Beiträge unabhängig auf finanzcheck.de.

Auch ein Wechsel innerhalb des jetzigen Versicherers kann durchaus Sinn machen. Ein einfacher Anruf genügt meist, um in Erfahrung zu bringen, was er für weitere lohnenswerte Tarife im Angebot hat.
Zwei Gruppen Autofahrer werden ab 2012 mit Einfühung des neuen SF-Systems Vorteile haben. Zum einen die unfallfreien Fahrer und zum anderen die Frischlinge. Diese können sich auf Einsteigerpolicen für 95 Prozent Beitragssatz freuen, wo es im letzten Jahr noch bis zu 240 Prozent waren. Denn die jungen Fahrer sollen nicht mehr abgeschreckt werden, weil sie als potenzielle Unfallverursacher gelten. Stattdessen sieht man sie eher als potenzielle Neukunden. Ausgleichen tun dies die Beiträge der nicht mehr ganz jungen, aber auch noch nicht Jahrzehnte fahrenden Autobesitzer.