Kleinkinder sind kleine Entdecker, die mit einer unbändigen Neugier alles anfassen und ausprobieren, was ihnen ins Blickfeld gerät. Gerade im Haushalt lauern dabei viele Gefahren für die kleinen neugierigen Hände und Eltern sehen sich, sobald die Kleinen selbstständiger werden, vor der Aufgabe, Haus oder Wohnung kindersicher zu gestalten. Im Folgenden stellen wir deswegen die offensichtlichen Gefahrenquellen vor und erklären, wie man sie beseitigen kann.

Messer, Schere, Gabel, Licht

Spitze und scharfe Gegenstände, Feuer und Strom sind wohl mit die größten Gefahrenquellen in einem normalen Haushalt. Spitze Gegenstände können auch Möbel sein, Ecken und Kanten von niedrigen Regalen oder Tischen sind eine akute Gefahr für die Kleinen, die ja noch nicht so gut zu Fuß sind. Im Handel gibt es für Möbelecken extra kleine Puffer aus Kunststoff, mit denen man die Verletzungsgefahr wesentlich mindern kann. Besonders harte Ecken wie Glastische und Hartholzregale sollte man damit abpolstern. Stößt der Nachwuchs mit dem Kopf dagegen, wird er sich zwar immer noch wehtun, aber die Verletzungen werden dann wesentlich geringer ausfallen. Dass man Werkzeug, Besteck und Bastelzubehör wie Scheren und Messer aus der Reichweite der kleinen Entdecker räumt, versteht sich wohl von selbst. Aber auch Zahnstocher, Schaschlikstäbchen oder Stifte bergen eine Verletzungsgefahr. Daher sollte man alles wegpacken, was der Nachwuchs nicht in die Finger kriegen sollte. Gleiches gilt für schwere Sachen, die auf Regalen stehen und herunter gezogen werden könnten. Das Kabel einer Musikanlage könnte als Hochziehhilfe benutzt werden und der Kasten wird zum gefährlichen Geschoss. Auch Sachen, die frei stehen, sollten auf ihre Kippgefährlichkeit geprüft werden.

Unter Licht versteht das Sprichwort sowohl Feuer als auch elektrischen Strom. Dass man kleine Kinder nicht mit Kerzen und Streichhölzern spielen lassen sollte und auch nicht am offenen Kamin, wird den meisten Eltern wohl klar sein. Den Kamin oder Ofen schützt man am besten mit einem Aufstellgitter, damit der Nachwuchs ihm nicht zu nahe kommt. Auch der ständige Hinweis “Heiß!” sollte eingeprägt werden. Am Herd haben Kinder auch nichts zu suchen, vor allem während man kocht und wenn mit heißen Pfannen und Töpfen hantiert wird. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Gefahren durch Strom richten. Eine Steckdose sieht für Kinder verlockend aus und die meisten werden neugierig daran herumspielen und versuchen, Gegenstände in die kleinen Öffnungen zu stecken. Mit einigem Geschick versuchen Kinder auch elektrische Geräte einzustecken und anzuschalten. Damit die Steckdose nicht zur Unfallgefahr wird, sollte man jede einzelne zugängliche Steckdose im Haus mit Kindersicherungen verschließen. Die gibt es in jedem Baumarkt und kosten nur ein paar Cent pro Stück.

Mit Kinderaugen

Hilfreich ist es, wenn junge Eltern sich einmal auf allen Vieren durch die eigene Wohnung begeben und so mit den Augen des Kindes die Einrichtung betrachten. Dann kann man besser sehen, wo noch etwas getan werden muss. Ansonsten machen die Kleinen einen schon bald darauf aufmerksam. Wer aber nicht ständig hinter dem Kind her sein will, der kann sich mit den genannten Sicherheitsvorkehrungen einen ruhigeren und entspannteren Alltag schaffen.