Der Wechsel von einem konventionellen zu einem Ökostromanbieter muss weder kompliziert sein, noch stundenlange Recherchearbeit erforderlich machen. Im Vordergrund sollten Überlegungen hinsichtlich der bisherigen Stromverbrauchsgewohnheiten stehen. Ein weiterer Aspekt ist die Frage nach der energiepolitischen Ausrichtung der künftigen Ökostromversorgung. Ökostrom ist nämlich kein geschützter Begriff und bietet alleine noch keine Sicherheit bezüglich der ökologischen Qualitäten des Anbieters. Wem es wichtig ist, dass mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter auch eine sinnvolle Unterstützung des Ausbaus erneuerbarer Energien verbunden ist, der kann sich an verschiedenen Ökostromlabels orientieren. Neben dem Power-OK-Label und dem Grüner-Strom-Label (GSL) können auch verschiedene TÜV-Zertifikate eine sinnvolle Unterstützung bei der Suche sein.

Vom Öko-Institut Freiburg werden in regelmäßigen Abständen Listen veröffentlich, die eine Aufstellung regionaler und überregionaler Anbieter von umweltfreundlichem Strom bieten. Diese werden nach strengen Richtlinien der „Eco-top-ten“ geprüft und dürfen maximal 20 % teurer sein als konventionelle Stromanbieter. Unter ecotopten.de werden die aktuellen Listen zum kostenlosen Download angeboten. Auch verschiedene Vergleichsrechner bieten online die Position Ökostrom an. Sobald der Kreis infrage kommender Anbieter enger wird, gibt es Punkte, auf die unbedingt geachtet werden sollte.

Sehr wichtig ist es, sich über den tatsächlichen Endpreis klar zu werden, indem man alle einmaligen Vergünstigungen und Boni berücksichtigt und ausrechnet. Auch die Kündigungszeit sollte genau geregelt und bei Erstverträgen auf keinen Fall länger als ein Jahr sein. Viele Anbieter räumen auch Preisgarantien von bis zu einem Jahr ein. Verträge, die Kautionen oder Vorauszahlungen beinhalten, sollte man generell kritisch betrachten. Paketangebote scheinen oft sehr günstig zu sein, der Haken dabei ist, dass der Strom im Paket komplett bezahlt werden muss, egal ob man ihn verbraucht oder nicht. Kalkuliert man knapp und benötigt dann doch etwas mehr Energie, kann dieser Mehrverbrauch sehr teuer werden. Der Wechsel ist unkompliziert, meist genügt eine Nachricht und der ausgewählte Ökostromanbieter veranlasst alles Notwendige.